International Unicycling Federation Internationale Wettbewerbsregeln Ausgabe 1996 Zusammengestellt vom IUF Könnensstufen- und Regelkomitee (IUF Skill Levels and Rules Committee) Weitere Informationen: John Foss, P.O. Box 686, Rocklin, CA 95677, USA, Tel: 001 916 783-0837, E-Mail: unifoss@pipeline.com Deutsche Übersetzung: Michael Kirsch, Am Tannenküppel 9, 36100 Petersberg-Horwieden, Deutschland, Tel: (0661) 66767 Regeln für Einradhockey: Rolf Sander, 20 Sunfield Road, North York Ontario, M3M 2VI, Canada Korrektur: Wolfgang Strößner, Angerstraße 10, 86179 Augsburg, Deutschland, Tel: (0821) 84479 Rita Platzcke-Widlak & Christian Widlak, Mühlenstr. 12, 46238 Bottrop, Deutschland, Tel: (02041) 689220 Allgemeine Regeln und Definitionen Dieses Regelwerk soll allen Einradwettbewerben des Internationalen Einradverbandes (International Unicycling Federation) als Grundlage dienen. Bei allen anderen Wettbewerben kann es als Leitfaden benutzt werden. Es ist aufgegliedert drei Hauptteile: Allgemeine Regeln (General Rules), Regeln für Rennen (Racing Rules), Regeln für das Kunstfahren (Artistic Rules). Grafiken und Formulare zu diesem Regelwerk werden getrennt herausgegeben. Die IUF hält auch die offiziellen Regeln für Einrad-Basketball, Einradhockey und andere Sportarten bereit. 1.1 DIES SIND DIE OFFIZIELLEN IUF-REGELN: Bei allen IUF-UNICONs (Internationale Einradtreffen) gelten allein diese Regeln. Weitere Regeln dürfen hinzugefügt werden, um besonderen Gegebenheiten gerecht zu werden, aber sie dürfen die IUF-Regeln nicht ohne vorherige Zustimmung des IUF-Vorstands (IUF Board of Directors) übergehen. Alle zusätzlichen Regeln müssen bereits einige Zeit vor einem internationalen Wettbewerb veröffentlicht werden, nach Möglichkeit schon auf dem Anmeldebogen. Nationale oder örtliche Einradorganisationen können ihre eigenen Regeln haben und die IUF-Regeln ganz oder teilweise übernehmen. Bei nationalen oder örtlichen Wettbewerben gelten die Regeln dieser Verbände. 1.2 OPTIONEN DES VERANSTALTERS: Es ist dem Veranstalter freigestellt, Disziplinen, Altersklassen und Variationen hinzuzufügen, die hier nicht aufgeführt sind, solange diese den bestehenden Regeln der IUF nicht zuwiderlaufen. Wenn hier Zweifel bestehen, muß das IUF Regelkomitee (IUF Rules Committee) zu Rate gezogen werden. 1.3 BEKANNTMACHUNG: Die Daten einer bevorstehenden Veranstaltung müssen den IUF-Amtsträgern und der Fachpresse (und allen anderen interessierten Medien) so früh wie möglich vorliegen. Für UNICONs sollte bis zum 15. Januar des jeweiligen Jahres ein Anmeldeformular vorliegen. Eine Aufstellung aller geplanten Disziplinen, einschließlich aller zur erfolgreichen Vorbereitung notwendigen Regeln, muß vorab herausgegeben werden. 1.4 VERÖFFENTLICHUNG VON REGELN: Für jede Veranstaltung sind möglicherweise Ergänzungen zu dem vorliegenden Regelwerk unerläßlich, um etwa zu besonderen Rennen, zusätzlichen Disziplinen, zusätzlichen Altersklassen, etc. die notwendigen Informationen zu liefern. Diese Informationen sollten zusammen mit dem Anmeldebogen herausgegeben werden. 1.5 BEGRIFFE UND BEZEICHNUNGEN: Für Bekanntgaben und Veröffentlichungen aller Art dürfen nur die richtigen Begriffe und Bezeichnungen für unseren Sport und die Disziplinen verwendet werden. "UNICON" ist ein genereller Begriff für "Einradtreffen" (von engl.: "unicycling convention") und steht für unsere Weltmeisterschaften; es ist aber kein passender Begriff für die allgemeine Öffentlichkeit. Eine Veranstaltung kann durchaus eine lange, umfassende und informative Bezeichnung tragen. Zum Beispiel hieß das III. UNICON: "Das zehnte alljährliche gesamtjapanische Einradtreffen und die erfrischenden dritten Welttitelkämpfe im Einradfahren, Tokio". Das Wort "erfrischend" stand für einen Getränkehersteller, der die Veranstaltung finanziell unterstützt hatte. Begriffe und Bezeichnungen für die Wettkämpfe müssen genau beibehalten werden, um bei den Veranstaltungen Mißverständnisse in bezug auf die ausgeschriebenen Disziplinen auszuschließen. Die Disziplinen im Bereich des Kunstfahrens (Artistic) sind das Einer Freestyle-Kunstfahren (Individual Freestyle), das Zweier-Freestyle- Kunstfahren (Pairs Freestyle), das Mannschafts-Freestyle-Kunstfahren (Group Freestyle) und das Einer Standard- Kunstfahren (Individual Standard). Es sollten grundsätzlich nur diese Bezeichnungen gebraucht werden. 1.6 AUFBEWAHRUNG VON NIEDERSCHRIFTEN: Am Ende eines UNICONs oder eines anderen internationalen Wettbewerbs oder während des darauffolgenden Monats muß der Veranstalter der IUF oder einem ernannten Vertreter eine Ergebnisliste der Veranstaltung zukommen lassen. Diese Liste enthält die Zahl der registrierten Sportler, die Ergebnisse und Zeiten aller Rennen, alle Ergebnisse im Kunstfahren, die Punktzahlen aller Starter im Standard-Kunstfahren und die Endergebnisse in allen Mannschaftsdisziplinen wie Hockey und Basketball. Bis zu einem Jahr nach der Veranstaltung müssen ferner Kopien von Wertungsbögen, Protesten und ähnlichen Papieren auf Anfrage zur Verfügung stehen. Falls der Veranstalter diese Dokumente abgeben möchte, sollten sie der IUF (oder einem ernannten Repräsentanten) zugesandt werden; auf keinen Fall aber dürfen sie einfach weggeworfen werden. Der Veranstalter beachte, daß jede einzelne Einradveranstaltung ein Stück Geschichte ist, und daß man aus den Ergebnissen einer Veranstaltung viel lernen kann. 1.7 ANMELDEFORMULARE: Bei Expert- und möglicherweise Junior-Expert-Kategorien für einige Disziplinen des Kunstfahrens sowie bei separaten Expert-Läufen für bestimmte Rennen dürfen die Teilnehmer in verschiedenen Disziplinen in unterschiedlichen Kategorien antreten. Ein klar gegliederter Anmeldebogen ist unerläßlich, um diese Wahlmöglichkeiten deutlich zu machen. Zum Beispiel kann ein Sportler im Zweier Freestyle-Kunstfahren zusammen mit einem älteren Sportler in der Expert-Kategorie starten, könnte aber auch im Einer Kunstfahren in seiner Altersklasse teilnehmen wollen. Vor der Veröffentlichung sollten die Anmeldebögen für UNICONs von einem Mitglied des IUF-Regelkomitees (IUF Rules Committee) oder des IUF-Vorstands (IUF Board of Directors) überprüft und gebilligt werden. Teilnahmeberechtigt ist ein Sportler erst dann, wenn er seinen Anmeldebogen vollständig ausgefüllt hat, einschließlich der Unterschrift unter der Verzichtserklärung. Minderjährige werden nur dann zum Wettbewerb zugelassen, wenn ein Erziehungsberechtigter seine Verzichtserklärung unterschrieben hat. 1.8 PROGRAMMHEFT: An alle registrierten Teilnehmer sollte ein Programmheft vergeben werden. Es sollte den gesamten Zeitplan für alle Wettbewerbe, Orientierungs- und Stadtpläne, den Weg zu allen Wettkampfstätten und möglichst viele Regeln und Hintergrundinformationen enthalten. Ein solches Programmheft ist auch ein hervorragendes Mittel, interessierte Zuschauer mit unserem Sport vertrauter zu machen. Örtliche Firmen und Sponsoren können gegen eine Gebühr in dem Programmheft inserieren. Der Erlös kann dann zur Deckung der Kosten für die Veranstaltung herangezogen werden. SPORTANLAGEN FÜR RENNEN: 1.9 DIE STRECKE: Für die Durchführung der Bahn-Rennen wird eine Strecke benötigt. Sie muß metrisch markiert sein und sollte bereits vor dem Wettbewerb mit den zusätzlichen Start- und Ziellinien für bestimmte Disziplinen des Einradrennens versehen werden (zum Beispiel 50-, 30-, 10- und 5-Meter-Linien). Es muß eine Person anwesend sein, die mit allen örtlichen Bahnmarkierungen vertraut ist. Neben der Strecke muß zusätzlich eine ebene Fläche von ausreichender Größe zur Austragung des offiziellen IUF-Slalomparcours (Obstacle Course) und eventuell des Langsamfahrens (Slow Races) vorhanden sein. Eine Lautsprecheranlage muß zur Verfügung stehen, um Rennen anzukündigen und um die Sieger bekanntzugeben. Ein Megaphon ist zu diesem Zweck in der Regel nicht ausreichend. 1.10 WETTER: Liegen die Anlagen im Freien, müssen auch widrige Witterungsverhältnisse bedacht werden. Dieses Problem kann mit einer überdachten Bahn beseitigt werden. Die Anlagen müssen für mehrere Tage verfügbar sein, um die Rennen bei schlechtem Wetter verschieben zu können. ANLAGEN FÜR HALLENVERANSTALTUNGEN: 1.11 FAHRFLÄCHEN FÜR DAS KUNSTFAHREN: Üblicherweise werden die Wettbewerbe im Kunstfahren in einer Sporthalle ausgetragen. Sie können auch in einer Konzerthalle, etc. stattfinden, wenn die Bühne groß genug ist. Sollte man sich hierfür entscheiden, muß zusätzlich eine Sporthalle für das Training, und wegen des höheren Platzbedarfs möglicherweise auch für die Mannschaftswettbewerbe verfügbar sein. Die Sporthalle, die für den Wettbewerb benutzt werden soll, sollte genügend Platz für zwei Einer- bzw. Zweier-Fahrflächen nebeneinander bieten. Außerdem muß genug Platz für Kampfrichter und Zuschauer vorhanden sein. Für die Zuschauer müssen Sitzplätze zur Verfügung stehen und für die Sportler eine Trainingsfläche. Im günstigsten Fall befindet sich diese Trainingsfläche in einer separaten Halle. Sie darf jedoch nicht im Freien liegen. Würde es regnen, hätten die Sportler keine Gelegenheit zum Aufwärmen und zum Austausch neuer Übungen. Falls nötig, kann die Trainingsfläche auch hinter einem Vorhang oder hinter der Tribüne in der Wettkampfhalle eingeplant werden. Wegen der unvermeidbaren Ablenkung durch die Trainierenden ist jedoch keine dieser beiden Lösungen wünschenswert. Der Hallenboden muß mit den Begrenzungslinien aller Fahrflächen markiert sein. Schwarze Reifen, Metallpedale, Hockeyschläger mit hölzerner Kelle, etc. dürfen in manchen Hallen möglicherweise nicht benutzt werden. Hierüber müssen die Teilnehmer bereits vorab informiert sein. Alle Wettkampf- und Trainingsflächen müssen gut ausgeleuchtet und vor Witterungseinflüssen geschützt sein. Eine hochwertige Lautsprecheranlage muß unbedingt vorhanden sein sowohl für Ansagen als auch für die Begleitmusik. Ein Kassettenrekorder und ein Ersatzgerät im Falle eines Defekts müssen bereitstehen. 1.12 MATERIAL & AUSRÜSTUNG: Der Veranstalter muß Materialien und Ausrüstung für einen reibungslosen Ablauf der Wettbewerbe bereitstellen. Dies umfaßt insbesondere Stoppuhren, Startpfosten, und Kegel für den Slalomparcours (Obstacle Course) sowie genügend Papier und Schreibgeräte, Tische für die Kampfrichter, Basketbälle, Hockeyschläger, etc. 1.13 AUSBILDUNG DER HELFER: Gemäß den Regeln kann kein Wettbewerb ablaufen, ohne daß alle notwendigen Helfer zuvor ausgebildet worden sind und ihre Aufgaben verstanden haben. Für die Rennen muß der Schiedsrichter (Referee) dafür sorgen, daß dies geschieht. Im Bereich des Kunstfahrens ist der Obmann (Chief Judge) hierfür zuständig. Es müssen genügend Kopien der Regeln vor Ort für die Helfer zur Einsicht vorhanden sein. Eine Prüfung kann aus einem einfachen, mündlichen Quiz bestehen oder was auch immer dem Schiedsrichter (Referee) oder dem Obmann (Chief Judge) als geeignet erscheint. Für bestimmte Wettbewerbe des Kunstfahrens ist zumindest ein bestimmes Maß an Erfahrung erforderlich. Siehe Abschnitt 5.6. VERPFLICHTUNGEN FÜR DIE TEILNEHMER: 1.14 RENNEN: Die Sportler müssen Einräder entsprechend den Bestimmungen für Renneinräder benutzen. Sie müssen Knieschutz, Handschuhe und Schuhe entsprechend den Definitionen und bei bestimmten Rennen zusätzlich einen Helm tragen. 1.15 KUNSTFAHREN: Als Tonträger für Begleitmusik ist nur eine übliche Tonbandkassette zulässig, wie in Abschnitt 3.18 beschrieben. 1.16 PERSÖNLICHE VERPFLICHTUNGEN: Alle Minderjährigen müssen von einem Elternteil, einem Vormund oder einer beauftragten Person beaufsichtigt werden. Alle Teilnehmer sollten bedenken, daß sie Gäste des Veranstalters sind und zugleich Repräsentanten unseres Sports gegenüber allen neuen Sportlern, Besuchern von weit her sowie gegenüber den Einwohnern der gastgebenden Stadt. Man beachte, daß der Veranstalter die Anlagen für die Wettbewerbe angemietet hat, und daß von jedem erwartet wird, daß er sie pfleglich behandelt. Jeder Sportler ist verantwortlich für sein eigenes Tun, das seiner Familie sowie seiner nicht teilnehmenden Mannschaftskameraden. Teilnehmer können ihre Plazierung bei Rennen verlieren, sie riskieren die Disqualifikation von einzelnen Disziplinen oder den Ausschluß von der gesamten Veranstaltung, wenn sie eventuelle Störungen seitens dieser Personen nicht so gering wie möglich zu halten versuchen. 1.17 REGELKENNTNIS: Mangelnde Regelkenntnis wirkt sich zum Nachteil der Sportler aus und geht nicht zu Lasten der Helfer oder der IUF. Die IUF ist auch nicht verantwortlich für Irrtümer, die sich aus der Übersetzung von Regeln oder sonstigen Informationen in eine andere Sprache ergeben. 1.18 EIN PRIVILEG: Die Teilnahme am Wettbewerb ist kein Recht, sondern ein Privileg. Jeder Teilnehmer hat sich selbst als Gast bei einer Veranstaltung des Ausrichters zu verstehen. Findet der Wettbewerb in einem fremden Land statt, wird man sich mit anderen Sitten konfrontiert sehen, die aber dort als normal gelten. Das Organisationskomitee legt fest, ob bestimmte Disziplinen, Altersklassen oder Verfahrensweisen eingesetzt werden. Jeder Teilnehmer ist verpflichtet, sich an alle Regeln und Entscheidungen des Organisationskomitees zu halten. 1.19 DEFINITIONEN: EINRADÜBUNG (Unicycling Skill): (Substantiv) Auch "Figur" genannt. Alle Übungen (Balanceübungen), gezeigt auf einem Fahrzeug mit nur einem tragenden Kontaktpunkt zur Fahrfläche. Dieser Kontaktpunkt muß ein Rad sein, durch dessen geeignete Bewegung der Sportler den Zustand des Gleichgewichts aufrechterhält. Auch alle Aufstiege sind Einradübungen (unicycling skills). Siehe auch Abschnitt 5.1.1. EXPERT: Eine Wettbewerbskategorie für die alle Fahrer jeden Alters. Bei allen Einzeldisziplinen im Kunstfahren erfolgt eine Trennung nach männlich und weiblich. Bei den Rennen starten die Sportler zunächst in ihrer Altersklasse, außer im 1500-m-Rennen und möglicherweise in anderen Langstreckenrennen. Bei diesen Rennen entscheiden die Teilnehmer selbst, ob sie in ihrer Altersklasse oder als Expert starten möchten. FIGUR (Figure): 1. Ein Einradtrick oder eine Einradübung wie zum Beispiel Wheel-Walking oder rückwärts fahren. Die Übungen im Standard-Kunstfahren werden so bezeichnet 2. Eine Fahrfigur, wie zum Beispiel Kreis (circle) oder Wechselrunde (figure eight). FUSSBEKLEIDUNG FÜR RENNEN: Schuhe mit geschlossenem Oberteil sind obligatorisch. Das heißt, der Schuh muß die gesamte Fuß-Oberseite bedecken. Sandalen sind nicht erlaubt. Die Schuhbänder müssen so getragen werden, daß sie nicht von den Kurbeln erfaßt werden können. HANDSCHUH: (für Rennen) Jeder Handschuh mit dickem Material an den Handflächen (Leder ist zulässig, dünnes Nylongewebe nicht). Die Handschuhe dürfen fingerlos sein wie Fahrradhandschuhe, solange die Handfläche ganz bedeckt ist. Ein Handgelenk-Schutz, wie er bei Inline-Skates benutzt wird, ist eine akzeptable Alternative zu Handschuhen. HELM: Helme sind obligatorisch für das Rückwärts-Rennen (Fast Backward) und bestimmte andere nicht-traditionelle Rennen. Sie werden für alle Rennen empfohlen. Die Helme müssen mindestens der Fahrrad-Qualität entsprechen und müssen die ANSI-, SNELL- oder ASTM-Sicherheitsnorm erfüllen. Lederne Sturzringe, American-Football- oder Hockeyhelme, etc. sind nicht erlaubt. IUF: Internationaler Einradverband (International Unicycling Federation). Unterstützt und überwacht internationale Wettbewerbe wie das UNICON, erläßt Regeln für internationale Wettbewerbe und informiert allgemein über das Einradfahren. JUNIOR EXPERT: Wettbewerbskategorie im Einer- und Zweier-Freestyle-Kunstfahren (Individiual and Pairs Freestyle Artistic) für alle Sportler im Alter von 0-14 Jahren. Besonders begabte Sportler dieses Alters können sich statt dessen auch für die Teilnahme in der Expert-Klasse entscheiden und dort gegen die besten Sportler aller Altersklassen antreten. KNIESCHUTZ: (für Rennen) Jede fabrikmäßig gefertigte, solide Ausführung ist zulässig, etwa wie sie für Basketball und Volleyball benutzt werden oder solche mit harten Kunststoffschalen. Der Knieschutz muß das ganze Knie bedecken und darf während des Rennens nicht verrutschen. Lange Hosen und Bandagen sind nicht erlaubt. NICHT-EINRAD (Non-Unicycle): Betrifft die Wertung der "Schwierigkeit" (Difficulty) bei Einer-, Zweier- und Mannschafts-Freestyle-Wettbewerben. Alles, was mit zwei oder mehr stützenden Punkten in Bodenkontakt linear vorangetrieben wird. Diese Kategorie schließt zum Beispiel einen Pogo-Stick (Springstock) mit ein, weil er sich nicht in linearer Richtung bewegt und ein Fahrrad, weil es auf zwei stützenden Rädern steht. Nicht dazu gehören zum Beispiel ein Einradfahrer, der im Fahren den Sattel auf dem Boden schleifen läßt (denn der Sattel trägt kein Gewicht) oder ein Fahrrad, das auf nur einem Rad gefahren wird. Unter diese Definition fallen ferner alle anderen Übungen wie Tanz, Mimik, Comedy, Jonglieren, Musizieren, etc. Siehe auch Abschnitt 5.1.2. PROFESSIONELLER EINRADFAHRER: Eine Person, die während des vorangegangenen Jahres mindestens 50% ihres Einkommens mit Einradshows oder aber mit Shows mit dem Einrad als einem nicht unwesentlichen Bestandteil bestritten hat. REQUISITEN (Prop): Fast alles außer dem Einrad, was ein Teilnehmer in seiner Kür benutzt. Ein Einrad, das nicht zum Einradfahren (sondern zum Beispiel für einen Handstand auf dem liegenden Einrad) benutzt wird, ist in diesem Augenblick eine Requisite. Ein Hut der fallengelassen und wieder vom Boden aufgehoben wird, ist eine Requisite. Ein Pogo Stick oder ein Dreirad (solange es nicht auf nur einem Rad gefahren wird) sind Requisiten. STANDARD-EINRAD: Ein Standard-Einrad hat nur ein Rad, wird mit Muskelkraft über Kurbeln direkt an der Achse angetrieben und hat keine zusätzlichen stützenden Elemente. Für Rennen gibt es eine Obergrenze für die Radgröße sowie eine Untergrenze für die Kurbellänge. Für das Standard-Kunstfahren sind diese Maße beliebig. ULTIMATE WHEEL: Ein besonderes Einrad, das nur aus Rad und Pedalen besteht, ohne Gabel und Sattel. UMX: Unicycle Motocross. Ein Querfeldeinrennen über Grasflächen, Schmutz, Bordsteine und jeden beliebigen Untergrund. UNBEABSICHTIGTER ABSTIEG (Unintentional Dismount): In den meisten Fällen, wenn ein Körperteil des Fahrers unbeabsichtigt den Boden berührt. Fährt ein Fahrer zum Beispiel um seine den Boden berührende Fingerspitze herum, so ist diese Bodenberührung beabsichtigt. Wenn Fuß und Pedal in einer engen Kurve den Boden berühren, so ist dies kein unbeabsichtigtes Absteigen, solange der Fuß dabei auf dem Pedal bleibt. Bei den meisten Rennen führen Stürze zur Disqualifikation. UNICON: Einradtreffen (von engl. unicycle - Einrad und convention - Treffen). Dieser Begriff wird üblicherweise synonym mit den Einradweltmeisterschaften der IUF gebraucht. WHEEL-WALKING: Mit dem Fuß oben auf dem Reifen laufend das Einrad antreiben. Die Füße berühren nur den Reifen, nicht die Pedale oder Kurbeln. Benutzt der Fahrer nur einen Fuß, darf der andere Fuß auf der Gabel ruhen. Regeln für Einradrennen 2.1 KATEGORIEN: 2.1.1 MÄNNLICH/WEIBLICH: Die Wettbewerbe im Rennen werden nach Damen und Herren getrennt durchgeführt. Ohne die Zustimmung des Schiedsrichters (Referee) sollen bei keinem Rennen Sportler beider Geschlechter zusammen starten. 2.1.2 ALTERSKLASSEN: Die IUF ordnet an, daß mindestens folgende Altersklassen ausgeschrieben werden müssen: 0-10 (20"), 0-13, 14-18, 19-29, 30 und älter. Für bestimmte Disziplinen gibt es zusätzlich einen Expert-Lauf (siehe Abschnitt 2.1.4). Das Alter eines Fahrers am ersten Tag der Veranstaltung bestimmt dessen Altersklasse. Die Sportler starten bei allen Rennen zunächst in ihrer Altersklasse. Ohne die Zustimmung des Schiedsrichters (Referee) sollen bei keinem Rennen Sportler verschiedener Altersklassen zusammen starten. 2.1.3 ZUSÄTZLICHE ALTERSKLASSEN: Es steht dem Veranstalter frei, weitere Altersklassen auszuschreiben, und häufig geschieht dies auch. Zum Beispiel kann eine Masters-Klasse (Masters Class) für alle Sportler im Alter von 40 und älter angeboten werden oder eine Seniorenklasse (Seniors Class) für Fahrer, die älter als 50 oder 55 sind. Ein sehr dichtes Spektrum von Altersklassen könnte wie folgt aussehen: 0-6 (16"), 0-8 (20"), 9-10 (20"), 0-12, 13-14, 15-16, 17-18, 19-29, 30-39, 40-49, 50-59, 60 und älter. 2.1.4 RADGRÖSSEN: Wenn nicht anders angegeben, dürfen maximal 24"-Räder benutzt werden. Zusätzliche Gruppen für jüngere Fahrer mit 16"- oder 20"-Rädern können hinzugefügt werden. Für Sportler dieser Altersklassen sollte auch die Möglichkeit gegeben werden, mit 24"-Rädern zu fahren, daher die die Altersklasse 0-13 (24"). Alle Sportler in Altersklassen zwischen 0 und 10 Jahren fahren 800 m (statt 1500 m), 10 m Wheel Walk und 10 m Ultimate Wheel, falls angeboten. Für diese Altersklassen, können auch kürzere Distanzen für bestimmte andere Rennen ausgeschrieben werden, zum Beispiel für das Geländerennen (UMX) und das Langstreckenrennen (Marathon). Siehe auch Abschnitt 2.3. 2.1.5 ZUSAMMENSTELLUNG DER WETTBEWERBSKLASSEN: Alle Sportler fahren zunächst in ihrer Altersklasse; Ausnahmen siehe unten. Nachdem alle Altersklassen eine Disziplin beendet haben, findet ein Finallauf statt. Die Fahrer mit den schnellsten Zeiten aus allen Altersklassenläufen nehmen am Finale teil, in dem der Weltmeister für diese Disziplin ermittelt wird. Die Bezeichnung "Finalisten" ist für diese Sportler treffender als "Experts", um sie von den Experts in anderen Disziplinen zu unterscheiden, in denen die Fahrer die Wettbewerbskategorie, in der sie fahren werden, bereits vor dem Rennen wählen können. Die Zahl der Finalisten ergibt sich aus der Zahl der benutzbaren Bahnen. Dies alles gilt für alle Rennen außer dem 1500-m- Rennen (und einigen nicht-traditionellen Rennen), bei denen die Fahrer selbst entscheiden, ob sie als Experts oder in ihrer Altersklasse starten wollen. Dies geschieht, weil das Ergebnis in einem Langstreckenrennen in hohem Maße davon abhängt, inwieweit schnelle Fahrer einander "ziehen". Wird die schnellste Zeit über 1500 Meter in einem Altersklassenlauf gefahren, so ist dieser Fahrer Weltmeister in dieser Disziplin und erhält dafür Plazierungspunkte. Bei 1500-m-Rennen, Slalomparcours (Obstacle Course), Langsamfahren (Slow Forward), Langsamfahren rückwärts (Slow Backward) und bei bestimmten anderen nicht-traditionellen Rennen werden keine Finalläufe gestartet. Die Altersklassen für die Wettbewerbe im Kunstfahren werden unabhängig hiervon bestimmt. 2.1.6 ALTERSKLASSENLÄUFE: Im 1500-m- bzw. 800-m-Rennen und im Slalomparcours (sowie in einigen nicht-traditionellen Rennen) werden die Gesamtsieger aus den Ergebnissen der Altersklassenläufe ermittelt. Die Fahrer mit den besten Zeiten in den oben genannten Disziplinen sind die Weltmeister in diesen Disziplinen. 2.1.7 FINALLÄUFE: Die Finalisten im 100-m-, 400-m-, 50-m-One-Foot- und im 30-m-Wheel-Walk-Rennen ergeben sich aus den Ergebnissen der Altersklassenläufe. Die Anzahl der gleichzeitig benutzbaren Bahnen bestimmt die Zahl der Finalisten. Nachdem alle Altersklassen eine Disziplin beendet haben, werden die Finalisten nach den besten Zeiten aus allen Altersklassenläufen bestimmt. Anschließend werden die Finalläufe durchgeführt. Weltmeisterin und Weltmeister der jeweiligen Disziplin sind die Sportlerin und der Sportler mit der besten Zeit in diesem Lauf. 2.1.8 ERGEBNISSE IN DEN FINALLÄUFEN: Wird ein Fahrer im Finallauf eines Rennens disqualifiziert oder erzielt er dort eine schlechtere Zeit, so bleibt dessen Zeit aus dem Vorlauf für die Altersklassenwertung bestehen. Die Siegerin und der Sieger in den Finalläufen sind die Weltmeister in diesen Disziplinen, auch wenn ein anderer Teilnehmer in den Qualifikationsläufen eine bessere Zeit erreicht hat. Rekorde können in jedem beliebigen Lauf aufgestellt werden. 2.2 EINRÄDER: Es dürfen nur Standard-Einräder benutzt werden. Ein Standard-Einrad hat nur ein Rad, wird mit Kurbeln direkt an der Achse und nur durch Muskelkraft angetrieben. Die Zahl der verschiedenen Einräder, die ein Teilnehmer benutzt, ist uneingeschränkt, solange jedes Einrad den Bestimmungen für die Disziplinen entspricht, in denen es eingesetzt wird. 2.2.1 RADGRÖSSE: Nachstehende Größenangaben beziehen sich auf den maximal zulässigen Raddurchmesser. Kleinere Maße sind erlaubt. Einige fabrikmäßig hergestellte Reifen tragen Maßangaben, die größer sind als ihre tatsächlichen Maße, bewegen sich aber ihrer tatsächlichen Größe nach noch im zulässigen Bereich und umgekehrt. Für 24"-Räder darf der Außendurchmesser des Reifens 61,8 cm (24,333") nicht überschreiten. Für 20"-Räder darf der Außendurchmesser des Reifens 51,6 cm (20,333") nicht überschreiten. Für 16"-Räder darf der Außendurchmesser des Reifens 41,5 cm (16,333") nicht überschreiten. Bei Reifen, die ungenaue oder gar keine Maßangaben des Herstellers tragen, muß der Außendurchmesser genau gemessen werden. 2.2.2 KURBELLÄNGE: Nachstehende Größenangaben beziehen sich auf die minimal zulässige Kurbellänge, gemessen von der Mitte der Radachse bis zur Mitte der Pedalachse. Längere Kurbeln sind erlaubt. Bei 24"-Rädern dürfen die Kurbeln nicht kürzer sein als 125 mm (5"). Bei 20"-Rädern dürfen die Kurbeln nicht kürzer sein als 114 mm (4½"). Bei 16"-Rädern dürfen die Kurbeln nicht kürzer sein als 100 mm (4"). 2.3 KLEIDUNG: Die Fahrer müssen Schuhe, Knieschutz und Handschuhe (siehe Definitionen in Abschnitt 1.19) tragen. Für manche Rennen sind Helme vorgeschrieben. Der Schiedsrichter (Referee) entscheidet, ob die Fahrer ausreichend geschützt sind. Auch Helme und Ellenbogenschützer sollten zur vollständigen Sicherheitsausrüstung dazugehören. Dem Starter (Starter) ist das Recht vorbehalten, ungenügend geschützte Fahrer aus der Startaufstellung herauszunehmen, einschließlich solcher Teilnehmer mit gefährlich losen Schuhbändern. 2.4 START: Die Fahrer starten im Sattel und halten sich an einem Startpfosten o. ä. fest. Weil für einen schnellen Start bereits vor dem Startschuß eine Körpervorlage erforderlich ist, zählt der Starter (Starter) auf vier: "Eins, zwei, drei, <>" ("One, two, three, BANG!"). Die Fahrer können so den Zeitpunkt des Startschusses genau voraussehen, was einen fairen Start ermöglicht. Die Zeitabstände zwischen den Zählstufen müssen gleich sein und sollten jeweils etwa ¾ Sekunden betragen. Die Fahrer starten mit dem vorderen Punkt des Reifens hinter dem Rand der Startlinie, der weiter von der Ziellinie entfernt ist. Einen fliegenden Start gibt es bei keinem Rennen. Allerdings darf ein Fahrer so weit er möchte hinter der Startlinie starten und darf sich bereits vor dem Startschuß in Fahrtrichtung lehnen, solange sich das Rad bis zum Startschuß nicht vorwärts bewegt. Jeder Teilnehmer darf seinen Startpfosten für sich vorteilhaft und bequem plazieren, solange er andere Sportler nicht behindert. 2.4.1 DIE FAHRER MÜSSEN SICH BEREITHALTEN: Die Sportler müssen sich bereithalten, wenn ihre Rennen ausgerufen werden. Sportlern, die nicht am Start erscheinen, kann die Teilnahme verweigert werden. Der Starter (Starter) entscheidet, wann ein Rennen endgültig gestartet wird. Sprachliche Barrieren sollte er dabei ebenso beachten wie die Möglichkeit, daß ein Fahrer gerade eine Aufgabe als Helfer bei der Veranstaltung verrichten könnte. 2.5 FEHLSTARTS (False Starts): Ein Fehlstart liegt vor, wenn ein Fahrer vor dem Startschuß die Linie überfährt oder wenn ein oder mehrere Fahrer durch die Schuld eines anderen Fahrers oder aufgrund äußerer Einflüsse zum Absteigen gezwungen sind. Verursacht derselbe Fahrer zwei Fehlstarts in einer Disziplin, so wird der Fahrer für diese Disziplin gesperrt. Der Starter (Starter) signalisiert einen Fehlstart durch einen zweiten Schuß nach dem Startschuß. 2.6 ZIEL: Ein Fahrer ist im Ziel, wenn der vordere Punkt des Reifens den Rand der Ziellinie überquert, der der Startlinie näher liegt. Die Zeitmessung erfolgt anhand des Rades, nicht anhand des nach vorn gestreckten Körpers. Die Fahrer müssen die Ziellinie im Sattel und in voller Kontrolle über das Einrad überqueren, das heißt, der hintere Teil des Rades muß die Ziellinie zuerst komplett überquert haben muß, bevor der Fahrer absteigt. Bei Rennen, in denen Absteigen gestattet ist (800 m, 1500 m, Staffel (Relay), Geländerennen (UMX), Langstreckenrennen (Marathon), etc.), muß der Fahrer im Falle eines Sturzes im Ziel zurück vor die Ziellinie, dort wieder aufsteigen und erneut über die Ziellinie fahren. In allen anderen Rennen führt Absteigen zur Disqualifikation. 2.7 BENUTZUNG VON BAHNEN: Bei den meisten Rennen muß ein Sportler seine Bahn beibehalten. Kommt er davon ab, muß er sofort in seine Bahn zurückkehren. In der Regel führt dies nicht zur Disqualifikation, solange keine anderen Fahrer beeinträchtigt werden. Körperkontakt zwischen den Fahrern während des Rennens ist verboten. Das 400-m-Rennen wird von versetzten Startpositionen aus gestartet. Beim 800-m- und 1500-m-Rennen können zwei verschiedene Verfahren angewendet werden: WASSERFALL-START (Waterfall start): Eine gekrümmte Startlinie, vor der aus alle Fahrer bis zur ersten Kurve den gleichen Weg zurücklegen müssen. Nach einem Wasserfall-Start gelten die Regeln für nicht bahnengebundene Rennen (siehe unten). VERSETZTE STARTPOSITIONEN (Stagger start): Die Fahrer starten in ihrer Bahn an unterschiedlichen Positionen. Sie müssen für eine bestimmte Strecke in ihren Bahnen verbleiben, bevor sie auf die Innenbahn wechseln können. Die Regeln für bahnengebundene Rennen gelten nur bis zu diesem Punkt. 2.7.1 NICHT BAHNENGEBUNDENE RENNEN (Non-lane races): Unter diese Kategorie fallen das 800-m-, das 1500-m-, das Geländerennen (UMX), das Langstreckenrennen (Marathon) und andere Rennen ohne Bahnen. Körperkontakt unter den Fahrern ist verboten. Grundsätzlich müssen die Fahrer, auch beim Überholen nebeneinander, einen Abstand von einem Radduchmesser (24" nach Augenmaß) voneinander einhalten. 2.8 ZUTEILUNG DER BAHNEN: Bei einigen Veranstaltungen werden den Teilnehmern die Bahnen zum Zeitpunkt der Einschreibung zugeteilt. Bei anderen entscheiden darüber die Fahrer untereinander. Bei Unstimmigkeiten teilt der Starthelfer (Clerk) die Bahnen zu. Können bei einem Rennen nicht alle Sportler einer Altersklasse auf einmal gestartet werden und muß die Altersgruppe dadurch in Riegen aufgespalten werden, muß unbedingt darauf geachtet werden, daß die schnellsten Fahrer in derselben Riege fahren. Falls eine Bahn in schlechtem Zustand ist, sollte dies bei der Zuteilung der Bahnen Beachtung finden. Eine besonders schlechte oder gefährliche Bahn sollte generell unbenutzt bleiben. Der Schiedsrichter (Referee) kann bei der Verteilung der Bahnen den Starthelfer (Clerk) überstimmen. Es ist allgemein üblich, daß die Sportler selbst entscheiden. 2.9 FAHRER VERSCHIEDENER ALTERSKLASSEN IN DERSELBEN RIEGE: Eine Vermischung von Altersklassen oder Geschlechtern in Riegen ist nicht ohne die Erlaubnis des Schiedsrichters (Referee) zulässig. 2.10 ÜBERHOLEN (Passing): Bei allen Rennen auf der Rundbahn muß außen überholt werden, es sei denn, der Platz innen läßt ein sicheres Überholmanöver zu. Fahrer, die innen überholen, tragen die Verantwortung für alle Verstöße die sich infolge dessen ereignen. Der überholende Fahrer muß zu jeder Zeit einen Abstand von einem Raddurchmesser (24") zum zu überholenden Fahrer halten. Der zu überholende Fahrer muß seine Fahrt auf einer berechenbaren Bahn fortsetzen und darf den Überholenden nicht behindern. 2.11 ABSTEIGEN (Dismounting): Absteigen bedeutet, daß ein Fuß oder ein anderer Körperteil des Fahrers den Boden berührt und der Fahrer wieder aufsteigen muß. Mit Ausnahme der Rennen über 800 m, 1500 m, der Staffel (Relay), des Geländerennens (UMX), des Langstreckenrennens (Marathon) und einiger nicht-traditioneller Disziplinen führt ein Abstieg während des Rennens zur Disqualifikation. Bei den Rennen, in denen Wiederaufsteigen und Weiterfahren erlaubt ist, müssen die Fahrer sofort und an der Stelle, an der das Einrad zu liegen kommt, wiederaufsteigen. Stürzt ein Fahrer ins Ziel, muß er zurück vor die Ziellinie, wieder aufsteigen und erneut die Ziellinie überqueren. Muß ein Fahrer unverschuldet absteigen, entscheidet der Schiedsrichter (Referee), ob er in einer anderen Riege ein zweites Mal starten darf. Muß ein Fahrer in nicht bahnengebundenen Rennen (Non-lane races) absteigen, weil ein Sportler unmittelbar vor ihm gestürzt ist, so wird dies als Teil des Rennens angesehen; beide Fahrer müssen wieder aufsteigen und weiter fahren. Der Schiedsrichter (Referee) kann diese Regel übergehen, wenn er Vorsatz beobachtet hat. 2.12 FREMDE HILFE: Bei Rennen, in denen Wiederaufsteigen gestattet ist, müssen die Fahrer ohne fremde Hilfe aufsteigen. Zuschauer oder Helfer dürfen dem Sportler auf die Beine helfen oder das Einrad herbeiholen, aber der Fahrer (zusammen mit dem Einrad) darf beim Aufsteigen nicht die Hilfe von Personen in Anspruch nehmen oder irgendwelche Hilfsmittel benutzen. 2.13 REGELWIDRIGES FAHREN: Regelwidriges Fahren ist jede vorsätzliche Störung eines anderen Fahrers, absichtliches Hin- und Herfahren vor einem anderen Teilnehmer, um ihn aufzuhalten, ihn am Überholen hindern oder durch Ablenkung einen Sturz provozieren. Ein Betroffener kann sofort nach dem Ende des Rennens einen Protest einreichen. Der Schiedsrichter (Referee) kann solche Vergehen mit einer Verwarnung, dem Verlust der Plazierung (es wird der nächste niedrigere Platz gegeben) dem Ausschluß von einem Rennen oder von allen Rennen ahnden. 2.14 PROTESTE: Das offizielle Protestformular muß für die Sportler zu jeder Zeit bereitgehalten werden. Alle Proteste gegen Ergebnisse von Rennen müssen schriftlich und auf dem richtigen Formular nach dem Rennen, spätestens jedoch bis 15 Minuten nach Bekanntgabe der Ergebnisse eingereicht werden. Das Formular muß vollständig ausgefüllt sein. Die Frist kann verlängert werden für Fahrer, die während dieser Zeit an einem anderen Rennen teilnehmen. Alle Proteste müssen innerhalb von 30 Minuten, nachdem sie eingereicht wurden, bearbeitet worden sein. Druckfehler, Unrichtigkeiten bei den Plazierungen und Beeinträchtigungen während des Rennens durch andere Sportler oder durch sonstige äußere Einfüsse sind Anlaß für Proteste. Alle Schiedsrichterentscheidungen sind endgültig, gegen sie kann kein Protest erhoben werden. 2.15 OBLIGATORISCHE DISZIPLINEN: Folgende Wettbewerbe müssen bei jedem UNICON ausgetragen werden: 100 m, 400 m, 800 m bzw. 1500 m, Einbein (One Foot), Wheel-Walking (Wheel Walk) und Slalomparcours (Obstacle Parcours). Es ist dem Veranstalter überlassen, weitere Disziplinen hinzuzufügen. 2.16 WELTMEISTER IM EINRADRENNEN: Die besten Fahrer in den sechs obengenannten Disziplinen tragen den Titel. In jedem dieser Rennen werden Plazierungspunkte vergeben auf der Grundlage der besten Zeiten im Final- oder Expert-Lauf (oder beim 1500-m-Rennen aufgrund der besten Zeiten). Der Erstplazierte erhält 8, der Zweite 5, der Dritte 3, der Vierte 2 und der Fünfte 1 Plazierungspunkt. Weltmeister ist der Fahrer mit der höchsten Gesamtpunktzahl, je ein Titel für weiblich und männlich. Erreichen mehrere Fahrer die gleiche Gesamtpunktzahl, so siegt der Sportler mit den meisten ersten Plätzen. Herrscht dann noch immer Gleichstand, so siegt der Fahrer mit dem besseren Ergebnis im 100-m-Rennen. An die Sportler in den Altersklassenläufen werden keine Plazierungspunkte vergeben. BESONDERE TRADITIONELLE DISZIPLINEN: Diese Disziplinen sind Teil jedes UNICONs. 2.17 EINBEIN (One Foot): Die Fahrer beschleunigen über die ersten fünf Meter mit beiden Beinen, dürfen aber nach dem Überqueren der 5-m-Linie nur noch mit einen Fuß pedalieren. Der ruhende Fuß darf auf der Einradgabel aufgesetzt oder frei gehalten werden. 2.18 WHEEL-WALKING (Wheel Walk): Die Sportler starten im Sattel mit den Füßen auf dem Reifen und treiben das Einrad allein dadurch an, daß sie mit den Füßen den Reifen vorwärts schieben. Pedale oder Kurbeln dürfen nicht berührt werden. Es gelten keine Maßvorschriften für die Kurbellänge. 2.19 SLALOMPARCOURS (Obstacle Course): Grundlage ist der offizielle Slalomparcours, bei dem zehn Pilonen in der richtigen Reihenfolge und Richtung umfahren werden müssen. Für die Sportler, die mit dem Parcours nicht vertraut sind, sollte die Richtung für das Umfahren der Kegel mit Pfeilen auf dem Boden markiert sein. Die Fahrer starten nach einem vierstufigen Startsignal des Starters (Starter). Kein fliegender Start. Die Pilonen dürfen berührt, aber nicht umgestoßen werden. Der Parcours muß korrekt durchfahren werden, einschließlich der Kurvenrichtung. Die letzte Pilone muß zuerst vollständig umfahren werden, bevor die Zeit an der Ziellinie gestoppt wird. Fährt ein Sportler in falscher Richtung um eine Pilone, so kann er die Passage wiederholen, während jedoch die Stoppuhr weiterläuft. Die Pilonen sind Kunststoffkegel, wie sie im Straßenverkehr benutzt werden. Für offizielle Wettbewerbe müssen die Pilonen 45 bis 60 cm hoch sein; die Kantenlänge des Basisquadrats beträgt maximal 30 cm. Beim Aufbau des Parcours muß sehr genau gearbeitet werden. Die Positionen der Pilonen sollten auf dem Boden markiert werden, damit der Kurs bei Bedarf schnell wieder korrigiert werden kann. Jedem Fahrer werden zwei Versuche gewährt. WEITERE DISZIPLINEN: Diese Rennen können, müssen aber nicht ausgeschrieben werden. 2.20 50-m-RÜCKWÄRTS-RENNEN (50m Fast Backward): Die Fahrer pedalieren rückwärts mit Blick entgegen der Fahrtrichtung. Der hintere Punkt des Reifens ist für Startaufstellung und Zeitmessung ausschlaggebend. Helme sind obligatorisch. 2.21 10 m LANGSAMFAHREN (10m Slow Race): Ziel dieses Rennens ist es, sich so langsam wie möglich stetig vorwärts zu bewegen, ohne anzuhalten, rückwärts zu fahren, zu springen oder um mehr als 45 nach den Seiten zu schwenken. Als Bahn werden zwei verschieden große Fahrbretter benutzt: Altersklassen 0-10: 10 m x 30 cm; Altersklassen 11 und älter: 10 m x 15 cm. Für die Zeitmessung ist der Berührpunkt zwischen Reifen und Boden ausschlaggebend. Beim Start befindet sich dieser Punkt auf der Startlinie. Mit dem Startzeichen muß der Sportler unverzüglich vorwärts fahren und die Startpfosten loslassen. Der Zeitnehmer (Timer) stoppt die Zeit, sobald der Reifen die Ziellinie oder, wenn das Fahrbrett mit der Ziellinie endet, den Boden hinter dem Fahrbrett berührt. Ein Teilnehmer kann bereits für kaum sichtbares Anhalten oder für die geringste Bewegung rückwärts, für zu weites Drehen zur Seite, für das Überfahren der seitlichen Bahnbegrenzungen, bei Abstieg oder wegen fehlender Schutzkleidung disqualifiziert werden. Jedem Fahrer werden zwei Versuche gewährt. 2.22 10 m LANGSAMFAHREN RÜCKWÄRTS (10m Slow Backward): Wie das 10 m Langsamfahren (10m Slow Race) mit Ausnahme der Bahnmaße: 0-10: 10 m x 60 cm; 11 und älter: 10 m x 30 cm 2.23 10 m LANGSAMFAHREN AUF GIRAFFEN (10m Slow Giraffe Race): Wie das 10 m Langsamfahren, jedoch auf Hoch-Einrädern (Giraffen). Beim Start können sich die Fahrer statt an Startpfosten an einem Helfer festhalten. Es darf jede Radgröße und Übersetzung benutzt werden, jedoch muß die Tretlagerachse oberhalb der Radachse liegen. Die beiden Achsen müssen durch eine Kette, einen Riemen, o. ä. verbunden sein. 2.24 STAFFEL (Relay): Üblicherweise 4 x 100 m. Es gelten die gleichen allgemeinen Regeln wie für die Rennen auf der Strecke. Gemischte Mannschaften sind die Regel. Wiederaufsteigen ist erlaubt, falls nötig. Das Staffelholz muß wieder aufgehoben werden, wenn es zu Boden gefallen ist. In der Regel gibt es keine Altersklassen. Wird das Staffelholz nicht in der markierten Wechselzone übergeben, wird die Mannschaft disqualifiziert. 2.25 ULTIMATE WHEEL: Ein Ultimate Wheel ist ein Einrad ohne Gabel und Sattel. Die übliche Distanz für dieses Rennen beträgt 10 m für die Altersklassen 0-10 und 30 m für die Altersklassen 11 und älter. Üblicherweise beträgt die maximal zulässige Radgröße 24" für alle Altersklassen, bei einer minimal zulässigen Kurbellänge (Abstand zwischen Mitte Pedalachse und Radmitte) von 125 mm (5"). Diese Auflagen werden vom Veranstalter verfügt. 2.26 JONGLIER-EINRADRENNEN (Juggling Unicycle Race): Die übliche Distanz beträgt 50 m. Die Fahrer richten sich, wie bei Einbein-Rennen, nach der 5-m-Linie und müssen jonglieren, sobald sie diese Linie überfahren. Drei oder mehr nicht zurückspringende Gegenstände müssen benutzt werden. Fällt ein Gegenstand zu Boden, oder wird das Jongliermuster in anderer Weise unterbrochen, ist der Fahrer disqualifiziert. Beim Jonglieren mit drei Bällen gilt als Unterbrechung, wenn zwei Bälle gleichzeitig in einer Hand gehalten werden. Wird mit vier oder mehr Gegenständen gestartet, dürfen Gegenstände zu Boden fallen, solange das Jongliermuster nicht unterbrochen wird und noch mit mindestens drei Gegenständen jongliert wird. Das Jongliermuster muß beim Überqueren der Ziellinie "unter Kontrolle" sein. Der Schiedsrichter (Referee) entscheidet, ob das Muster in diesem Augenblick "unter Kontrolle" ist oder nicht. 2.27 EINRAD-QUERFELDEINRENNEN (Unicycle Motocross - UMX): Ein Querfeldeinrennen durch jede Art Gelände. Üblicherweise starten alle Fahrer gleichzeitig (die Aufteilung und Wertung der Sportler nach Altersklassen erfolgt erst nach dem Zieleinlauf). Fahrer der Altersklassen 0-10 können eine kürzere Strecke fahren. Eine typische Distanz beträgt etwa 1 bis 2 km über beliebigen Untergrund wie Schmutz, Parkplätze, Hügel, Gräben, Bordsteine, Felsen, Sand, Schlamm, Wiesen, etc. Die Streckenführung muß eindeutig markiert sein. Für das Überholen gelten die Regeln für nicht bahnengebundene Rennen. 2.28 BERGRENNEN (Steeplechase): Ein Bergauf-Rennen, bei dem die Sportler entweder einzeln gegen die Zeit oder in Gruppen gleichzeitig fahren. Eine Version dieses Rennens wird an einem extrem steilen Hügel ausgetragen, wobei die Herausforderung allein schon darin besteht, überhaupt die Spitze zu erreichen. Diese Art Bergrennen findet an einem unpräparierten Hügel statt. Eine andere Version führt eine steile Straße hinauf. Hier siegt der Fahrer mit der schnellsten Zeit. 2.29 LANGSTRECKENRENNEN (Marathon): Ein Rennen über mehrere Kilometer, in der Regel 10 km. Das Rennen wird üblicherweise auf Straßen oder Radwegen ausgetragen. Alle Fahrer starten gleichzeitig und werden später nach Altersklassen gewertet. Versorgungsstützpunkte sollten mindestens alle 5 km eingerichtet werden. Die oben beschriebenen Rennen werden in der Regel nach Altersklassen getrennt gewertet. In folgenden Disziplinen nimmt erfahrungsgemäß nur ein relativ geringer Anteil aller Sportler teil. Daher werden die Teilnehmer hier nur in einigen wenigen Altersklassen oder in nur einer einzigen, für alle Sportler offenen Wettbewerbsklasse gestartet, die dann als Expert-Kategorie bezeichnet werden würde. Die Aufteilung der Sportler nach weiblich und männlich bleibt auch hier bestehen. 2.30 COASTING WETTBEWERBE (Coasting Events): Diese Wettbewerbe sollen zeigen, wer mit dem Einrad am weitesten rollen kann. Die erreichte Weite wird von einer Startlinie ab gemessen. Die größte Weite siegt. Die zurückgelegte Distanz wird entweder bis zum der Startlinie nächstgelegenen Körperteil des Sportlers gemessen, das beim Absteigen den Boden berührt, oder bis zum hinteren Punkt des Reifens in dem Punkt, wo der Sportler sein Coasting unterbricht. Wiederaufsteigen ist nicht erlaubt. Beim Coasting dürfen die Fahrer Reifen, Rad und Pedale nicht berühren. Jeder Teilnehmer erhält zwei Versuche. Überquert ein Fahrer die Startlinie (vorderer Punkt des Reifens) nicht im Coasting, wird er für diesen Versuch disqualifiziert. Die Wettkampffläche sollte so eben und sauber wie möglich sein. Sie kann in ihrem Verlauf sowohl gerade sein als auch einen Bogen beschreiben. Jedem Teilnehmer muß vor dem offiziellen Beginn des Wettbewerbs genügend Zeit für einige Trainingsversuche auf der Strecke gewährt werden. Es muß rechtzeitig vor einer Veranstaltung bekanntgegeben werden, welcher oder welche der folgenden Coasting-Disziplinen ausgeschrieben werden. Die Kurbellänge spielt bei den Coasting-Wettbewerben keine Rolle. 2.30.1 STRASSEN-COASTING (Road Coasting): Diese Disziplin wird am besten auf einem Straßenabschnitt mit einem geringen Gefälle ausgetragen. Die Anlaufstrecke ist unbegrenzt. Bei der Startlinie müssen die Sportler das Coasting begonnen haben. 2.30.2 BAHN COASTING (Track Coasting): Es wird eine Anlaufstrecke von 30 m gewährt. Dieser Wettbewerb kann nur auf einer Stadionbahn oder auf einer anderen sehr ebenen, glatten Fläche ausgetragen werden. Um Rekorde aufzustellen oder zu brechen, muß nahezu Windstille herrschen. Bei dieser Disziplin sind die Ergebnisse weltweit vergleichbar. 2.30.3 DOWNHILL-COASTING (Downhill Coasting): Ein Coasting-Wettbewerb auf Geschwindigkeit mit den gleichen Regeln wie 2.31.2 Downhill-Gliding (Downhill Glide), außer daß die Sportler in Coasting- statt in Gliding-Position fahren. Ein Abstieg vor der Ziellinie führt in dem betreffenden Anlauf zur Disqualifikation. Das Gefälle darf aus Sicherheitsgründen nur mäßig sein. Das Tragen eines Helms ist vorgeschrieben. 2.31 GLIDING-WETTBEWERBE (Gliding Events): Gliding unterscheidet sich vom Coasting darin, daß beim Rollen ein oder beide Füße oben auf dem Reifen schleifen und folglich das Gleichgewicht auf diesem Bremsvorgang beruht. Diese Wettbewerbe sind den oben genannten Coasting-Wettbewerben ähnlich; die Sportler fahren ab einem gegebenen Punkt in Gliding-Position auf Zeit oder Strecke. Es gelten die gleichen Regeln wie für die Coasting- Wettbewerbe mit dem Zusatz, daß die Fahrbahn trocken sein muß. Coasting ist erlaubt. 2.31.1 WEIT- ODER BAHN-GLIDING (Distance Glide or Track Glide): Diese Disziplin kann auf einem kleinen Hügel gestartet werden. Die Sportler starten oben, fahren in Gliding-Position nach unten auf ebene Strecke und von dort aus so weit wie möglich. Bei dieser Version kann eine begrenzte Anlaufstrecke gegeben werden oder aber überhaupt keine Anlaufstrecke; die Sportler starten dann aus dem Stillstand. Wird dieser Wettbewerb als Bahn-Gliding (Track Gliding) auf einer Stadionbahn ausgetragen, gelten die gleichen Regeln wie für das Bahn-Coasting (siehe 2.30.2). 2.31.2 DOWNHILL-GLIDING (Downhill Glide): Ein Gliding-Rennen bergab auf Zeit. Die Fahrer starten aus dem Stillstand oder beschleunigen bis zur Startlinie. Die Zeit wird über eine bestimmte Strecke gemessen. Ein Abstieg vor der Ziellinie führt in dem betreffenden Anlauf zur Disqualifikation. Das Tragen eines Helms ist vorgeschrieben. 2.32 DUATHLON, TRIATHLON, ... (Medley): Die Sportler müssen bestimmte Strecken auf verschiedene Art und Weise zurücklegen. Zum Beispiel: 25 m vorwärts, 25 m Sattel vor dem Körper, 25 m einbeinig, 10 m springen, mit je 5 m Übergangszone. Der Veranstalter legt die Regeln fest. Wiederaufsteigen ist erlaubt. 2.33 100-METER-SPRINT, OFFENE KLASSE (Unlimited 100m Race): Bei Rennen der offenen Klasse gelten für die Einräder keine Maßvorgaben. Beliebige Radgrößen, Kurbellängen, Hocheinräder und andere Einräder beliebiger Bauart (siehe Definionen) dürfen benutzt werden. Alle übrigen Regeln behalten ihre Gültigkeit. Das Tragen eines Helms ist vorgeschrieben. 2.34 STRASSENRENNEN, OFFENE KLASSE (Unlimited Road Race): Die 100-Meilen-Geschwindigkeitsrekorde im "Guiness Buch der Rekorde" sind Ergebnisse von Straßenrennen der offenen Klasse. Die Renndistanz sollte nicht weniger als 5 km betragen. Das Tragen eines Helms ist vorgeschrieben. Bei längeren Strecken sollten alle 5 km Versorgunsstützpunkte eingerichtet werden. Dieses Rennen kann in Verbindung mit dem Langstreckenrennen ausgetragen werden. 2.35 WEITERE DISZIPLINEN IM EINRADRENNEN: Weitere Rennen können vom Veranstalter frei erfunden oder hinzugefügt werden. Einrad-Conventions in jüngster Zeit haben neue Wettbewerbe hervorgebracht wie den Spaß- Parcours, das Hocheinrad-Rennen, den Walk (the wheel)-a-thon, den Rock-a-thon, den Ride-a-thon, den Bounce-a- thon, den Jonglier-Parcours, den Sprungschanzenwettbewerb, das Wasserballonwerfen (auf dem Einrad), den Hocheinrad-Aufstiegswettbewerb und viele andere mehr. Regeln für das Kunstfahren 3.1 FORMEN DES KUNSTFAHRENS: Für Einzelsportler gibt es zwei Disziplinen: Einer Standard-Kunstfahren (Individual Standard Skill) und Einer Freestyle-Kunstfahren (Individual Freestyle). Im Einer Standard- Kunstfahren zeigen die Fahrer reine Schwierigkeit und Sicherheit auf einem Standard-Einrad, indem sie 18 von ihnen ausgewählte Übungen ausführen. Die Bewertung des Standard-Kunstfahrens basiert ausschließlich auf den Punktzahlen und der Anzahl der gezeigten Übungen, nicht die Art, wie sie dem Publikum ihr Können präsentieren. Im Freestyle-Kunstfahren dürfen die Sportler mit Musik, Kostüm, Requisiten und einer beliebigen Anzahl von Einrädern jeder Art auftreten. Sie werden nicht nur nach der Schwierigkeit bewertet, sondern auch danach, wie unterhaltsam ihre Darbietung ist. Im Zweier Freestyle-Kunstfahren (Pairs Freestyle) treten zwei Sportler zusammen auf. Dabei wird zusätzlich Wert gelegt auf das Teamwork und darauf, inwieweit die zusätzlichen kreativen Möglichkeiten, die eine Zwei-Personen-Darbietung bietet, in der Kür umgesetzt werden. Im Mannschafts- Freestyle-Kunstfahren (Group Freestyle) werden Gruppen, bestehend aus drei oder mehr Sportlern, außerdem daraufhin bewertet, inwieweit sie die zusätzlichen kreativen Möglichkeiten einer Mehr-Personen-Darbietung ausschöpfen. 3.2 ALTERSKLASSEN FÜR DAS KUNSTFAHREN: Die Altersklassen für die Wettbewerbe in Rennen und Kunstfahren werden unabhängig voneinander und auf der Grundlage von Können und Erfordernissen der Sportler gehandhabt. Für jede Disziplin gibt es ein Minimum an Altersklassen, die unbedingt ausgeschrieben werden müssen. Der Veranstalter kann weitere Altersklassen hinzufügen. Das Alter eines Fahrers am ersten Wettbewerbstag ist ausschlaggebend für die Bestimmung von dessen Altersklasse. Junior Expert, falls ausgeschrieben, ist für alle Sportler von 0-14 Jahren offen. Die Expert-Kategorie ist offen für Fahrer jeden Alters, einschließlich derer von 0-14 Jahren. Die gewünschte Wettbewerbsklasse muß im Kunstfahren für jede Disziplin einzeln angegeben werden. Zum Beispiel können Sportler, die im Einer Freestyle-Kunstfahren als Expert teilnehmen, im Zweier Freestyle- Kunstfahren in ihrer Altersklasse starten. In den Einzeldisziplinen werden die Sportler nach männlich und weiblich getrennt, nicht aber im Zweier- und Mannschafts-Freestyle-Kunstfahren. PROFESSIONELLE EINRADFAHRER: Professionelle Einradfahrer (siehe Definition) müssen im Einer- und Zweier Freestyle-Kunstfahren als Expert antreten. Professionelle Einradfahrer bis 14 Jahre können in diesen Wettbewerben entweder als Junior Expert oder als Expert antreten. 3.3 EINER STANDARD-KUNSTFAHREN ÜBERSICHT: MINDESTANGEBOT VON ALTERSKLASSEN: 0-14, 15 und älter, Expert. ZEITLIMIT: Drei Minuten (alle Altersklassen). EINRAD: Nur ein Standard-Einrad (siehe Definition). Es gelten keine Einschränkungen für Radgröße oder Kurbellänge. MUSIK: Alle Fahrprogramme werden von Hintergrundmusik begleitet. Die Musik nimmt keinen Einfluß auf die Wertung. Wünscht ein Teilnehmer für seine Fahrprogramm ein bestimmtes Musikstück, so kann er dieses auf einer Tonbandkassette einreichen. Siehe auch Abschnitt 3.18. KOSTÜM UND REQUISITEN: Die Kleidung hat keinen Einfluß auf die Wertung. Die Sportler sind aufgefordert, ihr National- oder Vereinstrikot zu tragen oder sonst irgendeine Kleidung, die ihren Verein, Klub oder ihr Land repräsentiert. Keine Requisiten. BEWERTUNGSVERFAHREN: Die Sportler werden ausschließlich danach bewertet, wie sauber sie ihre eingereichten Übungen zeigen. Jeder Übung ist eine feste Punktzahl zugeordnet. Die Kampfrichter ziehen Punkte ab für Fehler wie Stürze, mangelhafte Haltung, falsche Reihenfolge bei der Ausführung der Übungen, etc. ZULÄSSIGE ÜBUNGEN: Es dürfen nur Übungen aus der IUF-Übungstabelle für das Einer Standard-Kunstfahren (IUF Standard Skills List) gezeigt werden. In den Erläuterungen ist auch die korrekte Ausführung dieser Übungen beschrieben. Stimmen Zeichnung und Beschreibung nicht überein, gilt die Beschreibung. 3.4 EINER FREESTYLE-KUNSTFAHREN ÜBERSICHT: MINDESTANGEBOT VON ALTERSKLASSEN: 0-14, 15-29, 30 und älter, Expert. Fällt ein Sportler gemäß Definiton nicht unter die Kategorie "professioneller Einradfahrer", so ist ihm die Entscheidung für oder gegen die Teilnahme in der Expert- bzw. Jr. Expert-Kategorie freigestellt. Die Entscheidung muß jedoch bereits im Voraus getroffen werden. ZEITLIMIT: Zwei Minuten für Sportler von 0-14 Jahren (außer Junior Expert, falls ausgeschrieben), drei Minuten für alle anderen Fahrer. EINRÄDER: Beliebige Art und Anzahl. MUSIK, KOSTÜM UND REQUISITEN: Werden bewertet und müssen bei der Kür berücksichtigt werden. Zu beachten sind die jeweiligen Einschränkungen für die Requisiten. Feuer und scharfkantige Gegenstände (z. B. Jonglieren mit Messern) sind verboten. BEWERTUNGSVERFAHREN: 50% der Gesamtnote gelten dem Schwierigkeitsniveau, das heißt, sie dokumentieren, wie gut oder wie erfolgreich alle Einradübungen ausgeführt werden. Die anderen 50% der Gesamtnote gelten der Präsentation. Dazu gehören Eleganz, künstlerische Ausstrahlung, Choreographie, Gebrauch von Requisiten und Zeigen von Nicht-Einradübungen, Originalität und die Auswahl von Kostüm und Musik. 3.5 ZWEIER FREESTYLE-KUNSTFAHREN ÜBERSICHT: MINDESTANGEBOT VON ALTERSKLASSEN: Nicht-Expert (Sportler jeden Alters), Expert. Jeder Sportler darf im Zweier Freestyle-Kunstfahren nur einmal teilnehmen. Die Altersklasse des älteren Fahrers ist die Altersklasse des Paares. Dabei gilt Expert als "älteste" Wettbewerbskategorie, gefolgt von Jr. Expert und allen übrigen Altersklassen. Fällt nicht einer der beiden Sportler gemäß Definiton unter die Kategorie "professioneller Einradfahrer", so ist die Entscheidung für oder gegen die Teilnahme in der Expert- bzw. Jr. Expert-Kategorie freigestellt. Die Entscheidung muß jedoch bereits im Voraus getroffen werden. ZEITLIMIT: Wie Einer Freestyle-Kunstfahren. EINRÄDER: Beliebige Art und Anzahl. MUSIK, KOSTÜM UND REQUISITEN: Wie Einer Freestyle-Kunstfahren. BEWERTUNGSVERFAHREN: Wie Einer Freestyle: 50% Techniknote und 50% Präsentationsnote. Im Zweier Freestyle-Kunstfahren wird besonderer Wert auf Teamwork, Zweier Übungen, etc. gelegt (siehe Bewertungskriterien). 3.6 MANNNSCHAFTS-FREESTYLE-KUNSTFAHREN ÜBERSICHT: MINDESANGEBOT VON ALTERSKLASSEN: Keine Altersklassen. KLEINSTMÖGLICHE MANNSCHAFT: Drei Sportler. Jeder Sportler darf im Mannschafts-Freestyle-Kunstfahren nur einmal teilnehmen. Mit Erlaubnis des Obmannes darf ein Sportler in einer zweiten Mannschafts-Freestyle-Kür teilnehmen, um einen anderen Sporter zu ersetzen, der wegen Verletzung o. ä. ausgefallen ist. ZEITLIMIT: Sechs Minuten. EINRÄDER: Beliebige Art und Anzahl. MUSIK, KOSTÜME UND REQUISITEN: Wie Einer Freestyle-Kunstfahren. BEWERTUNGSVERFAHREN: Wie Einer Freestyle. Es wird besonderer Wert auf Teamwork und Mehr-Personen- Übungen wie z. B. Formationen gelegt. Stark differierende Gruppengrößen müssen ebenso Beachtung finden wie Schwierigkeitsniveau und Alter der Sportler im Vergleich. ALLGEMEINE REGELN: Wenn nicht anders angegeben, gelten diese Regeln für alle Wettbewerbe des Kunstfahrens. 3.9 GRÖSSE DER FAHRFLÄCHEN: Bei internationalen Wettbewerben muß die Fahrfläche für alle Einer- und Zweier-Disziplinen 14 m x 11 m groß sein. Bei allen übrigen Wettbewerben sind auch kleinere Maße zulässig, jedoch nicht kleiner als 12 m x 9 m. Für die Mannschaftswettbewerbe muß die Fahrfläche zwischen 26 und 30 m lang und zwischen 14 und 20 m breit sein. Die Ränder der Flächen müssen am Boden mit mindestens 3 cm breiten Linien eindeutig markiert sein. Der Abstand zwischen der Fahrflächenbegrenzung und Wänden, Säulen oder einem anderen nichtbeweglichen Gegenstand darf nicht weniger als 50 cm betragen. Einzelsportler oder Mannschaften, die im Wettbewerb die Fahrflächenbegrenzung überfahren, können dafür Punktabzug erhalten (siehe Bewertungskriterien). 3.10 STARTERREIHENFOLGE: Der Wettkampfleiter Kunstfahren (Artistic Director) bestimmt das Verfahren, wie die Starterreihenfolge ermittelt wird. 3.10.1 DIE SPORTLER MÜSSEN SICH BEREITHALTEN: Ist ein Sportler nicht bereit, wenn er gemäß Zeitplan an der Reihe ist, so besteht die Möglichkeit, ihm den Start nach dem letzten Teilnehmer seiner Altersklasse zu ermöglichen. Der Obmann (Chief Judge) möge bei dieser Entscheidung sprachliche Barrieren ebenso beachten wie die Möglichkeit, daß ein Sportler zur selben Zeit eine Aufgabe als Helfer bei der Veranstaltung verrichten könnte. Außer im Standard-Kunstfahren darf ein Teilnehmer nicht von einem anderen Kampfgericht bewertet werden als von dem, das auch die übrigen Teilnehmer derselben Wettbewerbskategorie bewertet hat. 3.11 AUFBAU UND VORBEREITUNG: Jedem Teilnehmer stehen bis zu zwei Minuten zu, um seine Einräder und Requisiten auf der Fahrfläche aufzubauen. Überzieht ein Sportler diese Zeit, so riskiert er, disqualifiziert zu werden. Eine Verlängerung dieser Vorbereitungszeit kann nur vom Obmann (Chief Judge) gewährt werden und muß im voraus beantragt werden. Der Fahrer muß dafür einen triftigen Grund nennen wie zum Beispiel besonders zahlreiche Requisiten oder komplizierte Spezialeffekte. 3.12 BEGINN EINES FAHRPROGRAMMS: Wertung, Zeitnahme und Darbietung beginnen gleichzeitig. Der Zeitnehmer (Timer) startet die Stoppuhr, sobald die Musik beginnt oder auf ein Zeichen des Sportlers, je nach dem, welches von beidem zuerst kommt. Das Zeichen kann ein Kopfnicken, ein Wink, eine Verbeugung, ein Stichwort ("Start!") oder irgendein klar verständliches Signal sein. Ein akustisches Zeichen (zum Beispiel eine Pfeife) ertönt, wenn Zeitnahme und Wertung begonnen haben. Übungen ohne Einrad wie Tanz, Pose und Akrobatik werden nur dann bewertet, wenn sie innerhalb des Zeitlimits gezeigt werden. Beim Standard-Kunstfahren wird das Ende jeder Minute durch ein akustisches Zeichen angezeigt. Beim Freestyle-Kunstfahren ertönt ein akustisches Signal 30 Sekunden von Ende der Fahrzeit. Bei allen Wettbewerben des Kunstfahrens zeigen zwei akustische Signale oder ein anderes Zeichen das Ende der Fahrzeit und das Ende der Wertung an. 3.13 VERZICHT AUF AKUSTISCHE SIGNALE AUF ANFRAGE: (gilt nur für die Freestyle-Wettkämpfe) Die unter Umständen störenden akustischen Signale dürften nicht im Intersse derjenigen Sportler sein, die eine gut durchdachten Kür zu einer Musik vorbereitet haben, von der sie wissen, daß sie sich im erlaubten zeitlichen Rahmen bewegt. Wenn die Teilnehmer sich bei ihrer Kontaktperson (Rider Liaison) einschreiben lassen, können sie das Weglassen der Signale beantragen. Das Startzeichen und das Zeichen 30 Sekunden vor Ende der Fahrzeit werden dann ausgelassen. Trotzdem nimmt Zeitnehmer (Timer) die Zeit und gibt zwei akustische Signal am Ende der Fahrzeit, falls der Teilnehmer seine Zeit überschreitet. Diese Regelung gilt nicht für das Standard-Kunstfahren. 3.14 UNTERBRECHUNG DER WERTUNG: Die Wertung kann unterbrochen werden wegen Materialschadens, wegen Verletzung oder plötzlicher Krankheit des Sportlers oder wenn dieser durch eine Person oder einen Gegenstand beeinträchtigt wird. Tritt einer dieser Fälle ein, hält der Obmann (Chief Judge) die verbleibende Fahrzeit fest und entscheidet bei Materialschaden, ob dieser auf ein Verschulden des Sportlers zurückzuführen ist. Ist dies der Fall, zählt die Reparaturzeit mit zur Fahrzeit. Wird das Fahrprogramm fortgesetzt und geht die Unterbrechung nicht auf ein Verschulden des Teilnehmers zurück, so werden alle Abwertungen infolge des Zwischenfalls zurückgenommen. 3.15 ENDE EINES FAHRPROGRAMMS: Die Darbietung endet auf ein Zeichen des Fahrers, wie zum Beispiel einer Verbeugung oder "Vielen Dank!" oder mit dem Ende der Fahrzeit. Das Ende der Fahrzeit wird durch ein akustisches Signal angezeigt. Alle Übungen, die nach Ablauf der Fahrzeit gezeigt werden, gehen nicht in die Wertung ein. Befindet sich ein Sportler im Standard-Kunstfahren gerade mitten in einer Übung, so zählt nur der Teil der Übung der noch innerhalb des Zeitlimits gezeigt wurde (siehe 4.9.3). Sind bis dahin weniger als 50% der Übung gezeigt worden, werden 100% abgewertet. Sind zwischen 50% bis 100% der Übung ausgeführt worden, werden 50% abgewertet. Alle Übungen, die nicht mehr gezeigt werden können, werden zu 100% abgewertet. Im Freestyle- Kunstfahren erhalten Fahrer, die das Zeitlimit überschreiten, einen Abzug. Alle Zeitlimits sind Obergrenzen. Es ist den Sportlern freigestellt diese Zeit nicht voll auszuschöpfen; dafür werden keine Punkte abgezogen. Eine sehr kurze Kür kann einer anderen Darbietung an Gehalt unterlegen sein. Andererseits kann eine Kür, die langweilig, monoton oder "aufgebauscht" wirkt, auch dafür Punktabzug erhalten, daß sie zu lang ist. Diese Entscheidung muß jeder Sportler selbst treffen. 3.16 ABBAU: Im Einradsport ist eine saubere, trockene Fahrfläche unbedingt notwendig. Nach einer Darbietung muß die Fahrfläche so verlassen werden, wie sie zuvor vorgefunden wurde. Die Sportler und ihre Helfer müssen alle Einräder und sonstige Gegenstände innerhalb von zwei Minuten von der Wettkampffläche entfernen. Der nächste Teilnehmer kann diese Zeit auch bereits für den Aufbau benutzen. 3.17 VERSCHMUTZTE WETTKAMPFFLÄCHE: Einradfahrer, die in ihrer Darbietung Gegenstände benutzen, die Verschmutzungen hinterlassen, sollten obige Regel beachten. Luftballons zerplatzen, Dreck und Staub, Konfetti, Wasser, Torten, etc. sind Dinge, deren Beseitigung mehr als zwei Minuten in Anspruch nehmen könnte. Bevor solche Gegenstände benutzt werden, muß zuerst die besondere Genehmigung des Obmannes (Chief Judge) oder des Wettkampfleiters Kunstfahren (Artistic Director) eingeholt werden. Teilnehmer, die ihre Unordnung nicht beseitigen können, können vom Wettbewerb ausgeschlossen werden. 3.18 MUSIK: Im Freestyle-Kunstfahren wird die Musik bewertet, und die Sportler sollten davon Gebrauch machen. Für die Teilnehmer im Standard-Kunstfahren wird Begleitmusik gespielt, die Sportler können aber auch ihre eigene Musik einreichen. Im Standard-Kunstfahren wird die Musik nicht bewertet. Alle Musikstücke müssen auf Tonbandkassetten eingereicht werden. Die Kassetten müssen klar beschriftet sein mit Name, Disziplin und mit der Seite der Kassette, die gespielt werden soll. Sie müssen an den Anfang des gewünschten Musikstücks gespult sein. Die Sportler sollten vorsichtshalber eine zweite Kassette mit ihrer Musik bereithalten. Die Musik sollte am Anfang der Kassette aufgenommen sein, nicht in der Mitte. Sportler, die falsch gespulte oder unzureichend beschriftete Kassetten abgeben, könnten in der Präsentationsnote Punktabzug erhalten. 3.19 BEKANNTGABE VON ERGEBNISSEN: Die Endergebnisse werden fortlaufend bekanntgegeben und/oder öffentlich ausgehängt. Ergebnislisten werden nach Beendigung jeder Altersklasse in einer Disziplin ausgehängt. Die Protestfrist beginnt zu diesem Zeitpunkt. 3.20 PROTESTE: Proteste müssen schriftlich und innerhalb von 15 Minuten nach Bekanntgabe der Ergebnisse eingereicht werden. Proteste gegen Kampfrichterentscheidungen sind unzulässig. Möglich sind nur Proteste gegen Rechenfehler oder andere Fehler, die nicht im Zusammenhang mit der Wertung stehen. Der Obmann (Chief Judge) muß alle Proteste innerhalb von 30 Minuten nach Eingang des Formulars bearbeitet haben. 4.0 STANDARD-KUNSTFAHREN: Diese Regeln sind Richtlinien, nach denen die Wettbewerbe im Standard-Kunstfahren ausgetragen werden. Gegebenenfalls können die Umstände es erfordern, daß die Regeln nicht genau befolgt werden. Dies gilt aber nur für nebensächliche Details, nicht für generelle Regeln. Müßte zum Beispiel die Fahrfläche wegen der Beschaffenheit der gegebenen Halle geringfügig kleiner sein als erforderlich, so kann das Kampfgericht durch Mehrheitsbeschluß darüber befinden. Alle beschlossenen Abweichungen von den gegebenen Regeln müssen allen Teilnehmern bereits vor dem Wettbewerb bekannt sein. In allen möglichen Situationen, für die die Regeln keine Lösung bieten, soll durch Mehrheitsbeschluß in einer Versammlung aller Kampfrichter für den betreffenden Wettbewerb unter Vorsitz des Obmannes (Chief Judge) eine Lösung gefunden werden. 4.1 FAHRFLÄCHENMARKIERUNGEN UND AUSFÜHRUNGSARTEN VON FIGUREN: Siehe Zeichnung. Die Fahrfläche muß ein einwandfreies Fahren erlauben. Sie muß ausreichend beleuchtet sein. Ein Repräsentant der IUF überprüft die Fläche, ob sie den Erfordernissen entspricht, und erklärt sie für befahrbar. Der Boden muß sauber, eben und glatt sein und soll nicht rutschig sein. Ein Wettbewerb kann auch auf einer Fahrfläche stattfinden, die nicht für befahrbar erklärt worden ist. Allerdings müssen die Ergebnisse eines solchen Wettbewerbs nach Untersuchung durch das Regelkomitee (Rules Committee) von der IUF nicht unbedingt offiziell anerkannt werden. FAHRFLÄCHENBEGRENZUNGEN: Bei internationalen Wettbewerben muß die Fahrfläche 11 x 14 m groß sein. Wenn der zur Verfügung stehende Platz hierfür nicht ausreicht, darf die Fahrfläche bei allen übrigen Wettbewerben auch kleiner sein, jedoch nicht kleiner als 9 x 12 m. Alle Linien, einschließlich der Fahrflächenbegrenzung, müssen eindeutig markiert und mindestens 3 cm breit sein. Bodenmarkierungen für das Standard Kunstfahren a. Innenkreis (Center circle, 50 cm Durchmesser) b. Lange Seite der Fahrfläche (an dieser Seite sitzt das Kampfgericht) c. Kurze Seite der Fahrfläche d. Mittelkreis (Inner circle, 4 m Durchmesser) für Runden e. Außenkreis (Outer circle, 8 m Durchmesser) für Geraden und Wechselrunden f. Viertelmarken am Mittelkreis (Quater circle dividers, je ca. 50 cm Länge) als Richtlinie für Beginn und Ende von Runden BEISPIEL: GERADE (Line) BEISPIEL: RUNDE (Circle) BEISPIEL: WECHSELRUNDE (Figure Eight) Geraden (Line), Runden (Circle) und Wechselrunden (Figure Eight) dürfen in beliebiger Richtung gefahren werden. Die Übung beginnt außerhalb des Außenkreises, schneidet den Innenkreis und endet außerhalb des Außenkreises. Die Gerade sollte so geradlinig wie möglich sein und kann in jeder beliebigen Richtung gefahren werden. Runden und Wechselrunden dürfen in jedem beliebigen Punkt begonnen werden, solange der Sportler am Ende der Figur den Ausgangspunkt ein zweites Mal überfährt und damit die Übung vollendet. Runden werden im Bereich zwischen Mittel- und Außenkreis gefahren. Überfährt der Sportler während einer Übung den Mittelkreis, muß die Übung vollständig wiederholt werden von dem Punkt an, an dem der Sportler sich wieder außerhalb des Kreises befindet. Das Überfahren des Außenkreises macht die Übung nicht ungültig, kann aber mit einer Welle abgewertet werden. Runden sollten so gleichmäßig rund wie möglich sein. Die beiden Hälften der Wechselrunde müssen kreisförmig sein, wobei der Durchmesser beider Teilkreise 4 m nicht unterschreiten darf. Die Mitte der Wechselrunde muß im Innenkreis liegen, die beiden Enden der Wechselrunde liegen außerhalb des Außenkreises. Die beiden Teilkreise müssen gleich groß sein. Wechselrunden können in beliebiger Richtung gefahren werden. 4.2 AUFSTIEGE (Mounts), ÜBERGÄNGE (Transitions), ÜBUNGEN AUF DER STELLE (Stationary Skills): Diese Übungen können an einem beliebigen Punkt der Fahrfläche gezeigt werden. 4.3 KÖRPERHALTUNG: Wenn nicht anders angegeben, muß jede Übung aufrecht sitzend und mit gestreckten, waagrecht gehaltenen Armen gezeigt werden. Die Hände sind flach, die Handflächen zeigen nach unten und die Finger sind zusammen. Die Arme müssen nicht exakt nach den Seiten ausgestreckt sein. Solange sie gestreckt und waagrecht sind, dürfen sie in jede Richtung zeigen. 4.4 ABSTIEGE: Alle Abstiege müssen kontrolliert erfolgen, auch am Ende des Fahrprogramms. Ein Abstieg ist kontrolliert (beabsichtigt), wenn der Sportler zum Stillstand kommt und vom Einrad absteigt. Alle anderen Abstiege werden als unbeabsichtigt gewertet. Ein Abstieg liegt immer dann vor, wenn ein Sportler den Boden berührt, außer bei Übungen, die dies erfordern oder wenn ein Fuß auf dem Pedal den Boden berührt. Der Abstieg am Ende eines Fahrprogramms hat in einer sportlichen Art zu erfolgen. Tut ein Sportler dies nicht, wird hier eine Welle für einen unsicheren Abgang abgewertet. 4.5 FREMDE HILFE: Bei internationalen Wettbewerben darf kein Sportler von einer Person außerhalb der Fahrfläche Hilfe durch Zurufe oder durch sonstige Zeichen in Anspruch nehmen, da dies die Einflußnahme eines Außenstehenden wäre. Bei allen übrigen Wettbewerben sind Ausnahmen für sehr junge Sportler möglich. 4.6 WERTUNGSBÖGEN IM STANDARD-KUNSTFAHREN 4.6.1 EINFÜHRUNG: Vor der Teilnehme an einem Wettbewerb im Standard-Kunstfahren muß jeder Sportler sein Fahrprogramm auf einem Wertungsbogen (Judging Sheet) einreichen. Das eingereichte Fahrprogramm enthält laufende Nummer, Bezeichnung und Punktzahl aller Übungen, die gezeigt werden sollen in der Reihenfolge, in der sie ausgeführt werden sollen. 4.6.2 ZULÄSSIGE ÜBUNGEN: Es dürfen höchstens 18 Übungen gezeigt werden. Maximal sechs dieser Übungen dürfen Aufstiege (Mounts) und/oder Übergänge (Transitions) sein. ANMERKUNG: Jede Übungsnummer darf auf einem Wertungsbogen nur einmal erscheinen. Das heißt, wenn ein Sportler zum Beispiel die Übung 15 b zeigt, muß er auf die Übungen 15 a, c, d, e, f, g und h verzichten. 4.6.3 REIHENFOLGE DER ÜBUNGEN: Die Reihenfolge der gezeigten Übungen muß exakt der Reihenfolge auf dem eingereichten Wertungsbogen entsprechen. Übungen, die in der Reihefolge des eingereichten Fahrprogramms ausgelassen werden, werden mit 100% abgewertet. Die Abwertung bleibt auch bei einem Nachfahren der ausgelassenen Übung bestehen. 4.6.4 AUSFÜLLEN DES WERTUNGSBOGENS: Der ausgefüllte Wertungsbogen muß vor dem vom Veranstalter festgelegten Stichtag eingereicht werden. Beim Ausfüllen müssen die Übungsbezeichnungen aus der Übungstabelle für das Standard-Kunstfahren (Standard Skills List) genau beibehalten werden. Weitere Abkürzungen sind unzulässig. Ferner müssen die vollständigen Übungsnummern, die Punktzahlen und die Gesamtschwierigkeit (Summe der Punktzahlen aller Übungen des Fahrprogramms) eingetragen werden. Die Kampfrichter müssen die Wertungsbögen überprüfen und, falls möglich, zusammen mit dem Sportler, eventuelle Fehler berichtigen. Alle Nachteile, die sich aus einem fehlerhaft ausgefüllten Wertungsbogen ergeben, gehen zu Lasten des Sportlers und sind kein Anlaß für Proteste. Nachdem die Wertungsbögen überprüft sind, können daran keine Änderungen mehr vorgenommen werden. 4.6.5 GRUNDPUNKTZAHL: Eine Grundpunktzahl von 200 Punkten wird zu der Gesamtschwierigkeit aller Übungen eines Sportlers addiert. Daraus ergibt sich die Ausgangspunktzahl des Sportlers. BEWERTUNG IM STANDARD KUNSTFAHREN 4.7 KAMPFGERICHT: Das Kampfgericht besteht aus dem Obmann (Chief Judge), zwei Kampfrichtern für die Schwierigkeit (Difficulty Judges), zwei Kampfrichtern für die Ausführung (Execution Judges), zwei schreibenden Kampfrichtern (Writing Judges) und einem Zeitnehmer (Timer). Das Kampfgericht arbeitet in zwei unabhängigen Einheiten, bestehend aus je einem Kampfrichter für die Schwierigkeit, einem Kampfrichter für die Ausführung und einem schreibenden Kampfrichter. Für die einzelnen Aufgaben werden die Kampfrichter ernannt bzw. entsprechend ihrer Erfahrung eingesetzt. Alle Kampfrichter für die Expert-Kategorien müssen bereits bei einem UNICON gewertet haben. 4.8 ARBEITSWEISE DER KAMPFRICHTER: Während die Kampfrichter für Schwierigkeit und Ausführung das Fahrprogramm verfolgen, liest der schreibende Kampfrichter die Übungen vom Wertungsbogen ab. Der Kampfrichter für die Schwierigkeit meldet, ob eine Übung vollständig ausgefahren wurde oder, falls nicht, den prozentualen Abzug. Der Kampfrichter für die Ausführung nennt die Fehler bei der Ausführung, indem er die unten beschriebenen Fehlerzeichen gebraucht. Der schreibende Kampfrichter schreibt die Ansagen beider Kampfrichter auf dem Wertungsbogen nieder. Er sitzt daher zwischen den beiden anderen Kampfrichtern. Das Kampfgericht muß so positioniert sein, daß alle Kampfrichter die Wettkampffläche gut überblicken können. Zwischen den beiden Einheiten muß genügend Platz gelassen werden um sicherzustellen, daß sie unabhängig voneinander arbeiten. 4.9 SCHWIERIGKEITSWERTUNG (Difficulty Devaluations): 4.9.1 AUSFÜHRUNGSART: Jede Figur auf dem Wertungsbogen muß gemäß der Beschreibung in der Übungstabelle für das Standard-Kunstfahren (Standard Skills List) ausgeführt werden. Entspricht eine gezeigte Übung nicht der Eintragung auf dem Wertungsbogen, werden 100% abgwertet. 4.9.2 TECHNISCHE FEHLER: Tritt während der Ausführung einer Übung ein technischer Fehler auf, werden 50% abgewertet. Technische Fehler sind unter anderem: Ein Körperteil außer einer Hand am Sattel berührt den Sattel bei Übungen, bei denen der Sattel frei gehalten werden muß (Seat out Skills) Die Hand, die den Sattel hält, berührt den Körper bei Übungen, bei denen der Sattel frei gehalten werden muß (Seat out Skills) Der nicht pedalierende Fuß berührt ein rotierendes Teil des Einrades bei Übungen, die einbeinig gefahren werden müssen (One Foot Skills) 4.9.3 VOLLSTÄNDIGE AUSFÜHRUNG VON ÜBUNGEN: Jede Übung auf dem Wertungsbogen muß von Anfang bis Ende wie eingereicht gezeigt werden, ohne daß der Sportler den Boden berührt, außer, wenn die Übungsbeschreibung dies verlangt. Dies gilt nicht nur für Geraden (Line), Runden (Circle) und Wechselrunden (Figure Eight), sondern auch für alle anderen Übungen wie Übergänge (Transitions), Übungen auf der Stelle (Stationary skills) und Aufstiege (Mounts). Wenn eine Übung in der ersten Hälfte der erforderlichen Zeit oder Strecke abgebrochen oder nicht bis zur Hälfte ausgeführt wird, werden 100% abgewertet. Wenn eine Übung in der zweiten Hälfte der erforderlichen Zeit oder Strecke abgebrochen oder nicht bis zum Ende ausgeführt wird, werden 50% abgewertet. 4.9.4 BEGINN EINER ÜBUNG: Alle Übungen beginnen, wenn der Sportler die für die Übung vorgeschriebene Position eingenommen hat. 4.9.5 REIHENFOLGE DER ÜBUNGEN: Übungen, die in der Reihenfolge des eingereichten Fahrprogramms ausgelassen werden, werden mit 100% abgewertet. Die Abwertung bleibt auch bei einem Nachfahren der ausgelassenen Übung bestehen. 4.10 AUSFÜHRUNGSWERTUNG (Execution Devaluations): 1. WELLE (~) (wave) = - 0,5 PUNKTE Eine Welle wird einmal pro Übung abgewertet für jeden der folgenden Ausführungsfehler: unsicherer Beginn oder unsicheres Ende verkrampfte oder unsichere Ausführung ruckartige Körperbewegungen Körperhaltung nicht aufrecht Finger nicht zusammen freies Bein und Fuß nicht gestreckt Armrudern ruckartige Pedalbewegung unsaubere Gerade unsauberer Kreis Überfahren des Mittelkreises bei Übungen am Kreis Verfehlen des Innenkreises bei Wechselrunden ungleichgroße Einzelkreise bei der Wechselrunde Bodenberührung mit dem Pedal oder mit dem Fuß auf dem Pedal wandernde Drehung (spin) wandernde Pirouette (pirouette) Überfahren der Fahrflächenbegrenzung, außer bei Übungen in der Geraden 2. STRICH (|) (line) = - 1 PUNKT Ein Strich wird immer dann abgewertet, wenn ein Sportler die Kontrolle verliert. Der Verlust der Kontrolle beinhaltet unter anderem: Verlust der korrekten Körperhaltung Abbruch und Wiederholung einer Übung 3. KREUZ (+) (cross) = - 2 PUNKTE Ein Kreuz wird für jeden unbeabsichtigten Abstieg abgewertet, den der Sportler mit den Füßen abfängt, und bei dem das Einrad nicht zu Boden fällt. 4. KREIS (O) (circle) = - 3 PUNKTE Ein Kreis wird für jeden unbeabsichtigten Abstieg abgewertet, bei dem der Sportler mit einem anderen Körperteil als mit den Füßen den Boden berührt oder bei dem das Einrad zu Boden fällt. ANMERKUNG: Fehler werden durch Striche, Kreise und Kreuze abgewertet, sooft sie während der und zwischen den eingereichten Übungen auftreten. Je Ausführungsfehler wird nur die höchste anwendbare Abwertung angerechnet. 4.11 ADDITON DER PUNKTZAHLEN: Nach Beendigung eines Fahrprogramms werden prozentuale Abzüge und Fehlerzeichen der Kampfrichter in Punktabzüge umgeformt. Diese Abzüge werden von der Ausgangspunktzahl des Sportlers abgezogen. Anschließend werden die Ergebnisse der beiden Kampfgerichte addiert und durch zwei geteilt, um die ausgefahrene Punktzahl eines Teilnehmers zu erhalten. Sieger ist der Sportler mit der höchsten ausgefahrenen Punktzahl. Erreicht mehr als ein Sportler die gleiche Punktzahl, wird die Plazierung durch die höchste Punktzahl in der Ausführung bestimmt. Sind auch diese Punktzahlen identisch, erhalten die betreffenden Sportler die gleiche Plazierung. 5.0 FREESTYLE-KUNSTFAHREN: Gilt für Einer-, Zweier und Mannschafts-Freestyle. Jeder Kampfrichter gibt für die Bereiche Schwierigkeit und Präsentation je eine Wertung von 1 bis 10 ab. Die Techniknote dokumentiert Schwierigkeit und Sicherheit der gezeigten Einradübungen. Die Präsentationsnote setzt sich zu gleichen Teilen zusammen aus Eleganz, künstlerischer Ausstrahlung, Choreographie, Gebrauch von Requisiten und Zeigen von Nicht-Einradübungen, Originalität sowie der Auswahl von Kostüm und Musik. 5.1 DIE TECHNIKNOTE (Difficulty): Die Kampfrichter geben eine Wertung von 1 bis 10 ab. 50% davon basieren auf der Schwierigkeit, 50% auf der Sicherheit. Nur Einradübungen (siehe Definition) gehen hier in die Bewertung ein. Nicht-Einradübungen nehmen nur Einfluß auf die Präsentationsnote. Tanz, Jonglage und andere Nicht-Einradübungen können nur die Präsentationsnote anheben und haben keine Auswirkungen auf die Techniknote. 5.1.1 EINRADÜBUNGEN: Alle Übungen (Balanceübungen), gezeigt mit nur einem tragenden Kontaktpunkt zur Fahrfläche. Dieser Kontaktpunkt muß ein Rad sein, durch dessen geeignete Bewegung der Sportler den Zustand des Gleichgewichts aufrechterhält. Auch alle Aufstiege sind Einradübungen. Beispiele für Einradübungen: Fahren ohne Sattel, während der Sattel am Boden schleift (obwohl durch Sattel und Rad zwei Kontaktpunkte mit der Fahrfläche bestehen, hat nur einer davon, nämlich das Rad, eine tragende Funktion), Fingerspitze berührt den Boden (Finger trägt kein Gewicht). 5.1.2 NICHT-EINRADÜBUNGEN: Übungen auf einem Fahrzeug mit zwei oder mehr tragenden Kontaktpunkten zum Boden, sowie alle Übungen, die nicht auf einem Einrad gezeigt werden. Allgemein alle Übungen mit mehr als einem tragenden Kontaktpunkt zur Fahrfläche, wie zum Beispiel wenn der Sportler auf dem am Boden liegenden Einrad steht oder wenn er springt, während er auf der Gabel steht und Rad und Sattel sein Gewicht tragen. Siehe Definitionen. 5.1.3 UNBEABSICHTIGTE ABSTIEGE: Unbeabsichtigte Abstiege sollten keinen festgelegten Punktabzug zur Folge haben, und die Wertungen der Kampfrichter sollte die Reaktion des Sportlers auf einen unbeabsichtigten Abstieg dokumentieren. Obwohl unbeabsichtigte Stürze dem Gesamteindruck einer Kür schaden, sollten die Kampfrichter bei der Bewertung darauf Rücksicht nehmen, wie der Sportler damit umgeht. In einer Comedy- Nummer zum Beispiel kann ein Einradfahrer einen ungeplanten Abstieg so geschickt vertuschen, daß das Publikum ihn für beabsichtigt hält. In diesem Fall wird der Umgang mit dem ungeplanten Abstieg die Präsentationsnote anheben. Wenn ein Sportler dagegen auf einen Abgang sichtlich nervös oder verärgert reagiert oder wenn die Choreographie dadurch ins Wanken gerät oder gänzlich zusammenbricht, hat er seiner Kür einen weit größeren Schaden zugefügt. Dies muß entsprechend bewertet werden. Unbeabsichtigte Abstiege senken die Techniknote und können die Präsentationsnote sowohl anheben als auch senken. 5.1.4 SCHWIERIGKEIT: Nur erfolgreich gezeigte Übungen nehmen Einfluß auf die Schwierigkeitswertung einer Kür. Mißglückte Übungen beeinflussen die Schwierigkeitsnote nicht, senken aber die Note für die gezeigte Sicherheit. Wird eine Übung in einem zweiten Anlauf erfolgreich ausgeführt, steigt die Schwierigkeitsnote. Neue Einradübungen werden hier nur nach ihrer Schwierigkeit bewertet. Originalität und Ideenreichtum sind Teil der Präsentationsnote. Die Schwierigkeitsnote hängt auch ab von Anzahl und Verschiedenheit der gezeigten Übungen. Eine Kür, die viele Übungen enthält wird hier höher bewertet als eine mit wenigen, auch wenn die Gesamtschwierigkeit die gleiche ist. Eine Kür zum Beispiel, die hauptsächlich Wheel-Walking- Übungen enthält, wird niedriger bewertet als eine Kür, die sowohl Wheel-Walking als auch andere, gleichwertige Übungen beinhaltet. Benötigt ein Sportler mehr Platz als die gegebene Fahrfläche, senkt auch dies die Schwierigkeitswertung. 5.1.5 SICHERHEIT: Die Wertung für die gezeigte Sicherheit dokumentiert im Grunde die Treffer-Fehler-Quote aller versuchten Übungen sowie die Beherrschung des Einrads bei den Übungen. Hier wird die Körperhaltung des Sportlers bewertet. Zeigt ein Teilnehmer Übungen mit einem offensichtlichen Mangel an Beherrschung, sinkt die Wertung für die Sicherheit. Die Kampfrichter achten auf eine Körperhaltung, die Kontrolle und Sicherheit auf dem Einrad erkennen läßt. 5.2 DIE PRÄSENTATIONSNOTE (Presentation): Die Präsentationsnote ist wie folgt gegliedert: 5.2.1 ELEGANZ (Style): Die Ästhetik von Körperhaltung und -bewegungen. Bewertet werden Körperkoordination und -bewegungen während der gesamten Kür. Die Kampfrichter müssen bewußte Bewegungen von den unkoordinierten Bewegungen unterscheiden, die zur Aufrechterhaltung des Gleichgewichts nötig sind. BEISPIELE: Freies Bein und Fuß gestreckt, aufrechter Kopf und Oberkörper, frei und entspannt gehaltene Arme und fließende Bewegungen sind Anzeichen sauberer Körperhaltung. Nach vorn gelehnter Körper, gesenkter Kopf, plötzliche Ausgleichsbewegungen mit den Armen, gespreizte Hände und Finger sind Beispiele für unzulängliche Körperhaltung. 5.2.2 KÜNSTLERISCHE AUSSTRAHLUNG (Showmanship): Die Kampfrichter bewerten die Fähigkeit des Einradfahrers, das Publikum mit seinem Auftreten, Blickkontakt und Mimik zu fesseln und es zum Teil seiner Kür werden zu lassen. In dieser Kategorie wird auch bewertet, wie ein Sportler auf eine mißglückte Übung reagiert. BEISPIELE FÜR MANGLENDE KÜNSTLERISCHE AUSSTRAHLUNG: Blick nach unten, konzentrierter statt heiterer Gesichtsausdruck, leises Fluchen bei Fehlern sowie fehlendes Publikumsbewußtsein und -kontakt. 5.2.3 CHOREOGRAPHIE (Choreography): Die Kampfrichter bewerten die optimale Ausnutzung von Fahrzeit und Fahrfläche. Hohe Wertungen werden vergeben für sorgfältig ausgearbeitete Küren mit viel Abwechslung (zum Beispiel, daß nicht alle Übungen geradeaus oder auf einer Stelle gezeigt werden) und fließenden, zügigen Übergängen zwischen den Übungen. Auch hier wird abgewertet, wenn ein Teilnehmer die Fahrflächenbegrenzung überfährt. Die Kür sollte so geplant sein, daß der gegebene Platz ausreicht. 5.2.4 GEBRAUCH VON REQUISITEN UND ZEIGEN VON NICHT-EINRADÜBUNGEN (Use of Props and other Skills): Ein Einrad gilt als Requisite, solange es nicht für eine Einradübung benutzt wird (sondern zum Beispiel für einen Handstand auf dem am Boden liegenden Einrad oder zum springen auf der Gabel, während Rad und Sattel den Boden berühren). Nicht-Einradübungen sind zum Beispiel Tanz, Mimik, Comedy, Jonglage, Akrobatik, Musizieren, etc. Man beachte die Formulierungen "Gebrauch von" und "Zeigen von": Diese Note wird nicht für die Requisiten und die Nicht-Einradübungen vergeben, sondern dafür, wie sie sich auf die Kür auswirken. Die Kampfrichter achten nicht auf die Requisiten und Nicht-Einradübungen selbst, sondern darauf, wie sie eingesetzt werden. Es ist nicht vorgeschrieben, während der Kür von Requisiten und Nicht-Einradübungen Gebrauch zu machen. Werden keine eingesetzt, darf die Wertung deshalb nicht geringer ausfallen. BEISPIELE: Ein Sportler, der eine vielzahl schwieriger Einradübungen zeigt, dann aber jongliert, während er entlang einer Geraden Einrad fährt, könnte seiner Darbietung dadurch einen Schaden zufügen, daß er in einer sonst hochwertigen Kür diese vergleichsweise einfache Übung zeigt. Ein Sportler, der die Hälfte seiner Fahrzeit darauf verwendet, neben seinem Einrad zu tanzen, wertet seine Darbietung dadurch nicht auf, gleichgültig, wie schwierig der Tanz auch sein mag. Auch unsicher ausgeführte Übungen schaden einer Kür mehr als sie ihr nützen. 5.2.5 ORIGINALITÄT (Originality): Die Kampfrichter achten auf Einfallsreichtum in der Kür, sowohl in der Technik als auch in der Präsentation. Neue Einradübungen finden hier ebenso Beachtung wie die Originalität der Darbietung als Ganzes. 5.2.6 AUSWAHL VON KOSTÜM UND MUSIK (Choice of Costume and Music): Die Kampfrichter bewerten nicht das Kostüm und die Musik selbst, sondern deren positive Wirkung auf die Kür insgesamt. Hohe Wertungen werden vergeben, wenn Kostüm und Musik zu dem passen, was die Sportler in ihrer Kür zeigen. BEISPIELE: Einer beschwingten, aufwendigen Kür ist mit Landstreicherkostüm und Clownsnase nicht geholfen. Und ein Clown in einem verrückten Kostüm, der eine mit hohen Schwierigkeiten gespickte Kür zeigt, wird kaum ernstgenommen werden, denn die Übungen werden auf diese Weise leichter erscheinen als sie in Wirklichkeit sind. Eine Kür, bei der die Musik nur im Hintergrund spielt, erhält niedrigere Wertungen als eine Darbietung, bei der der Sportler mit seiner Musik arbeitet oder bei der ein Wechsel der Musik einen Abschnitt in der Kür kennzeichnet. 5.3 ZWEIER FREESTYLE-KUNSTFAHREN: Hier müssen die Kampfrichter die Leistungen zweier Einradfahrer zusammen bewerten. Neben allen oben genannten Bewertungskriterien müssen die folgenden, zusätzlichen Faktoren beachtet werden. 5.3.1 SCHWIERIGKEITSWERTUNG: Das Schwierikeitsniveau einer Paarkür wird durch die Gesamtschwierigkeit aller Übungen des Paares bestimmt, nicht durch die Schwierigkeit der Übungen eines einzigen Sportlers. Zeigt einer der beiden Sportler ein weit höheres Maß an Schwierigkeit als der andere, müssen die Kampfrichter ihre Schwierigkeitswertung in der Mitte zwischen den beiden Sportlern einordnen. Eine Übung, bei der beide Sportler einander offensichtlich stützen, erhält eine niedrigere Wertung als dieselbe Übung ohne gegenseitige Hilfe. Von den Kampfrichtern wird erwartet, daß sie gegenseitiges Stützen von artistischem Kontakt unterscheiden können. Eine Griffverbindung muß nicht unbedingt eine tragende Funktion haben. Sind jedoch zum Beispiel die Arme fest verschränkt, läßt dies in der Regel auf eine stützende Funktion schließen. Einige Übungen sind schwieriger, wenn sie mit Griffverbindung gefahren werden (zum Beispiel einbeiniges Fahren). 5.3.1.1 PAAR- UND ZWEIERÜBUNGEN (Pairs vs. Doubles): Zweierübungen sind Übungen, bei denen zwei Sportler nur ein Einrad benutzen. In einigen Zweier-Freestyle-Küren werden viele dieser Zweierübungen gezeigt, mit Hebefiguren und Kraftanstrengung auf hohem Schwierigkeitsniveau. In anderen Paarküren kommen gar keine Zweierübungen vor. Um alle Küren gerecht und in Relation zueinander bewerten zu können, gilt es zu beachten, daß grundsätzlich die gezeigte Schwierigkeit beider Sportler bewertet wird. Zeigt einer der Sportler kaum fahrerisches Können, muß dies entsprechend bewertet werden, wobei die Gesamtschwierigkeit des Paares ein Mittelwert zwischen den Schwierigkeitsniveaus beider Sportlern sein muß. Fährt einer der Sportler überhaupt nicht, darf man anzweifeln, ob es sich bei der Darbietung um eine Zweier-Kür handelt und die Kür demensprechend deutlich abwerten. Zweierübungen erfordern von beiden Sportlern ein hohes Können, jedoch muß man sie sorgfältig gegen Paarübungen abwägen. 5.3.2 ELEGANZ (Style): Die Kampfrichter achten darauf, ob die Sportler zusammenarbeiten, oder ob sie vollkommen getrennt voneinander zur selben Musik fahren. 5.3.3 CHOREOGRAPHIE (Choreography): Ein Paar muß die Fahrfläche nicht unbedingt ausnutzen. Ein gemischtes Paar zum Beispiel, daß eine Kür nach Art eines Tanzes zeigt, hebt seine Wertung nicht dadurch an, daß die Sportler in gegenüberliegende Ecken der Fahrfläche fahren. Je nach Thema der Kür können beide Sportler auch für die gesamte Dauer der Darbietung zusammen fahren. Die Kampfrichter müssen entscheiden, ob sich dies auf die Kür als Ganzes eher positiv oder negativ auswirkt. Allgemein gilt, daß auseinander- und wieder zusammenfahren häufig nichts weiter als ein Lückenfüller ist und die Darbietung nicht aufwertet. 5.4 MANNSCHAFTS-FREESTYLE-KUNSTFAHREN: Neben allen oben genannten Bewertungskriterien müssen die folgenden, zusätzlichen Faktoren berücksichtigt werden. Bezogen auf das, was gezeigt werden kann und darauf, wie es präsentiert werden kann, bieten sich einer Gruppe weit mehr Möglichkeiten als einem Einzelsportler oder einem Paar. Die verschiedenen Fahrer können vergleichbare oder stark differierende Schwierigkeiten zeigen. Die teilnehmenden Gruppen werden verschieden groß sein. Alle diese Kriterien müssen bei der Bewertung von Mannschaft-Freestyle-Küren Beachtung finden. 5.4.1 SCHWIERIGKEIT: Wie im Zweier Freestyle-Kunstfahren muß ein Mittelwert aller vorhandenen und möglicherweise sehr verschiedenen Schwierigkeitsniveaus gefunden werden. Höchstschwierigkeiten, gezeigt von nur einem Sportler der Gruppe, heben nicht die Schwierigkeitswertung der ganzen Gruppe auf die höchste Schwierigkeitsstufe. Alle Sporter der Gruppe müssen effektiv in die Kür eingebunden sein. Das heißt, daß weniger geübte Fahrer zum Beispiel Kreise fahren, Fahnen und Bänder tragen oder von anderen Sportler getragen werden können, statt nur am Rand zu stehen. 5.4.1.1 GRUPPENGRÖSSE: Stark differierende Gruppengrößen müssen sich auf die Bewertung auswirken. Große Gruppen werden vorwiegend Formationen fahren, während kleinere Gruppen in der Regel schwierigere Übungen zeigen. Bei so vielen Möglichkeiten müssen viele Faktoren verglichen werden, um eine gerechte Wertung zu erzielen. Weder eine große Gruppe allein, noch allein schwierige Übungen, gezeigt von einer kleinen Gruppe sollten bedingungslos mit Höchstwertungen versehen werden. Vielmehr müssen die Kampfrichter die Gruppengröße als Teil der gesamten Darbietung sehen, einschließlich der Vorzüge und Einschränkungen der Gruppengröße in bezug auf die gezeigten Übungen. 5.4.2 ELEGANZ (Style): Die Kampfricher achten auf Teamwork und Zusammenarbeit. Wissen alle Fahrer, wo sie gerade sein sollten? Scheint es, als zögen die Sportler einander umher, statt zusammen zu fahren? Wenn ein Fahrer stürzt, helfen die anderen ihm auf? Etc. 5.4.3 ORIGINALITÄT (Originality): Die Kampfrichter achten auf immer neue Muster, Formationen und Ideen. 5.4.4 CHOREOGRAPHIE (Choreography): Bewertet wird, ob die Fahrfläche gleichmäßig ausgenutzt wird und ob alle Teilnehmer der Gruppe effektiv eingesetzt werden. 5.6 DAS KAMPFGERICHT (Judging Panel): Es besteht aus fünf Kampfrichtern. Alle Kampfrichter müssen die relative Schwierigkeit von Einradübungen kennen und profundes Wissen und detaillierte Kenntnisse von Regeln und Bewertungskriterien für den Wettbewerb aufweisen können, in dem sie werten. Kreativität und Originalität können nur von jemandem bewertet werden, der weiß, was in der Vergangenheit gezeigt worden ist. Wer zum ersten Mal einen Einradwettbewerb besucht, sollte zuschauen und Erfahrungen sammeln, jedoch noch nicht werten. 5.6.1 AUSWAHL DER KAMPFRICHTER: Jemand sollte nicht als Kampfrichter für einen Wettbewerb herangezogen werden, a. wenn er Elternteil, Kind, Bruder oder Schwester eines dort teilnehmenden Sportlers ist. b. wenn er Trainer, Manager, etc. eines dort teilnehmenden Sportlers ist. c. wenn sonst mehr als ein Mitglied derselben Familie gleichzeitig denselben Wettbewerb werteten. d. wenn sonst mehr als ein Mitglied derselben Nationalmannschaft, desselben Vereins oder derselben Gruppe gleichzeitig werteten. Ist die Menge aller verfügbaren Kampfrichter durch obige Einschränkungen so stark verringert, daß ein reibungsloser Ablauf der Wettbewerbe nicht mehr möglich ist, können die Restriktionen, am Ende der Liste beginnend, so weit aufgehoben werden, bis genügend Kampfrichter vorhanden sind. Ein solches Vorgehen muß allerdings vom Obmann (Chief Judge) und vom Wettkampfleiter Kunstfahren (Artistic Director) gebilligt werden. Werden diese beiden Aufgaben von derselben Person wahrgenommen, ist zusätzlich die Zustimmung des nächstranghöheren Helfers erforderlich. 5.6.2 ERNENNUNG VON KAMPFRICHTERN FÜR DIE WERTUNG DER ALTERSKLASSEN: Die Sitze im Kampfgericht werden vergeben an einzelne Teilnehmer, Gruppen und Nationalmannschaften entsprechend ihrem Teilnehmeraufgebot bei den Wettbewerben des Kunstfahrens bei der betreffenden Veranstaltung. Daher sollten etwa eine Woche vor der Veranstaltung anhand der gemeldeten Personen Statistiken erstellt werden, die darüber Aufschluß geben, welche Staaten oder Gruppen wie stark vertreten sind. Die Kampfrichter werden vom Obmann (Chief Judge) aufgrund einer Liste registrierter und qualifizierter Personen ernannt. 5.6.3 ERNENNUNG VON KAMPFRICHTERN FÜR DIE WERTUNG DER EXPERT- UND JUNIOR- EXPERT-KATEGORIEN: Die Kampfrichter für die Expert- und, falls ausgeschrieben, Junior-Expert- Kategorien werden vom Obmann (Chief Judge) ernannt. Er wird die qualifiziertesten aller verfügbaren Kampfrichter auswählen. Eine Liste von qualifizierten Expert- und Junior-Expert-Kampfrichtern wird vor jeder Veranstaltung vom Wettkampfleiter Kunstfahren (Artistic Director) und/oder vom Veranstalter erstellt. 5.6.4 STANDARD- UND FREESTYLE-KUNSTFAHREN: Zwei vollkommen unterschiedliche Regelwerke verlangen den Kampfrichtern unterschiedliche Qualifikationen ab. Sachverständige Standard-Kampfrichter sind nicht unbedingt auch qualifizierte Freestyle-Kampfrichter und umgekehrt. In der Liste der verfügbaren Kampfrichter muß daher auch der Bereich angegeben sein, für den ein Kampfrichter die nötige Sachkenntnis besitzt. 5.6.5 WECHSELNDES KAMPFGERICHT: Die fünf Mitglieder des Kampfgerichts dürfen nicht ausgewechselt werden, solange die Wertung einer Wettbewerbskategorie, zum Beispiel einer Altersklasse, andauert. In Notfällen kann der Obmann (Chief Judge) von dieser Regel abweichen. 5.6.5 BEURTEILUNG DER ARBEIT VON KAMPFRICHTERN: Anwärter auf einen Sitz im Kamfgericht können nach einer oder mehrerer der folgenden Methoden beurteilt werden: a. Beurteilung nach der Erfahrung eines Kandidaten (Bewerten, Einradfahren, etc.). b. Beurteilung anhand einer Eignungsprüfung (Regeln und Prüfungsunterlagen werden den Kandidaten zugesandt. Eine solche Eignungsprüfung gibt zumindest Aufschluß darüber, ob ein Kandidat die Regeln gelesen hat.). c. Beurteilung anhand der Wertung eines Kandidaten bei einer früheren Veranstaltung, indem dessen Wertungsergebnisse mit denen anderer Kampfrichter verglichen werden. Typische Anzeichen mangelnder Qualifikation zum Kampfrichter: a. Häufige Entscheidung auf Gleichstand: Ein Kampfrichter soll die Leistungen von Teilnehmern in einer Rangfolge einordnen können. Obgleich es zweifelsohne legitim ist, auf Gleichstand zu entscheiden, führt dessen maßloser Gebrauch dazu, daß das eigentliche Ziel des Bewertens verfehlt wird. b. Voreingenommenheit gegenüber bestimmten Gruppen: Wenn ein Kampfrichter Mitglieder einer bestimmten Gruppe oder Nation signifikant anders bewertet als die übrigen Kampfrichter. Wenn ein Kampfrichter bestimmte Teilnehmer auffällig höher oder niedriger bewertet als die übrigen Kampfrichter. Ein Kampfrichter kann zum Beispiel auch die Mitglieder seines eigenen Vereins wesentlich strenger bewerten. c. Nicht übereinstimmende Rangfolge: Wenn sich die Rangfolge eines Kampfrichter auffällig von der der meisten übrigen Kampfrichter unterscheidet. 5.7 BEPUNKTUNG: Bei allen Wettbewerben im Freestyle-Kunstfahren werden die Wertungen aller Kampfrichter in Plazierungspunkte umgeschrieben. Der Teilnehmer mit der höchsten Wertung erhält einen Plazierungspunkt, der mit der nächsthöchsten zwei usw. Die Plazierungspunkte entsprechen also der Plazierung eines bestimmten Teilnehmers in der Rangfolge eines bestimmten Kampfrichters. Wie viele Plazierungspunkte ein Teilnehmer erhält, hängt von der Anzahl der Starter in dessen Wettbewerbskategorie ab. Erreichen zwei oder mehrere Teilnehmer die gleiche Punktzahl, werden jedem von ihnen gleiche Anteile an der Summe der Plazierungspunktzahlen angerechnet, die auf die betreffenden Starter entfallen. Erreichen zum Beispiel in einem Wettbewerb mit sieben Teilnehmern vier Starter mit der gleichen Punktzahl den zweiten Platz, erhält der siebte Platz sieben Plazierungspunkte, der sechste sechs und der erste Platz einen Plazierungspunkt. Für die übrigen vier Teilnehmer werden die noch nicht vergebenen Plazierungspunktzahlen zusammengezählt: 2+3+4+5 = 14. Diese Summe wird durch die Anzahl der davon betroffenen Teilnehmer (4) geteilt. Jeder von ihnen erhält also 3,5 Plazierungspunkte. Es siegt der Starter mit der niedrigsten Gesamtplazierungspunktzahl. Erreichen zwei oder mehrere Teilnehmer die gleiche Plazierungspunktzahl, entscheidet die bessere Techniknote. In diesem Falle muß die Techniknote erneut separat berechnet werden. Ist auch die Techniknote gleich, erhalten alle Starter mit der gleichen Punktzahl die gleiche Gesamtplazierung. 5.8 WELTMEISTER: MANNSCHAFTS-FREESTYLE-KUNSTFAHREN (Group Freestyle): Die Mannschaft, die den ersten Platz belegt, trägt den Meistertitel. STANDARD-KUNSTFAHREN (Standard Skill), EINER- UND ZWEIER FREESTYLE-KUNSTFAHREN (Individual and Pairs Freestyle): Die Gewinner in allen Expert-Kategorien tragen den Meistertitel. Falls auch eine Junior-Expert-Kategorie ausgeschrieben wurde, sind die Gewinner dieser Kategorie Junioren-Weltmeister. 6.0 HELFER (Convention Officials): Ohne diese Personen ist ein ordnungsgemäßer Ablauf einer Wettbewerbsveranstaltung unmöglich. Zwei oder mehrere der im folgenden genannten Aufgaben können von derselben Person erfüllt werden, wobei auch nicht aller der unten genannten Titel vergeben werden müssen. Für eine erfolgreiche Veranstaltung ist es jedoch unerläßlich, daß alle dieser Aufgaben erfüllt werden. Um für eine Veranstaltung eine Rangfolge der Helfer erstellen zu können, müssen alle Aufgaben mit den dafür zuständigen Helfern festgehalten werden. Objektivität und Neutralität werden von allen Helfern erwartet. HELFER FÜR DIE WETTBEWERBE IM EINRADRENNEN (Racing Officials): RENNLEITER (Race Director): Der Rennleiter ist im Vorfeld der Veranstaltung dafür zuständig, daß Ausrüstung, Formulare, Helfer, Lautsprecheranlage und andere Dinge organisiert werden. Der Rennleiter sollte ein Mitglied des Organisationskomitees sein oder in der Nähe des Austragungsortes leben. SCHIEDSRICHTER (Referee): Der Schiedsrichter stellt die oberste Instanz bei den Wettbewerben im Einradrennen dar. Er trifft alle endgültigen Entscheidungen, bearbeitet Proteste, organisiert die Wettkampfstätten und weist die Helfer an. Er arbeitet in dem vom Rennleiter aufgestellten Wettkampfplan. Aus Gründen der Objektivität ist der Schiedsrichter in der Regeln ein Sachverständiger von außerhalb. STARTHELFER (Clerk): Er weist die Sportler in ihre Startpositionen ein und überprüft Einräder und Schutzkleidung. STARTER (Starter): Er startet die Rennen, erklärt die Regeln und ruft die Sportler im Falle eines Fehlstarts zurück. Zusätzlich überprüft er Einräder und Schutzkleidung. ZIELHELFER (Picker): Er hilft dem Zeitnehmer bei der Reihenfolge des Zieleinlaufs und achtet auf Stürze vor der Ziellinie. ZEITNEHMER (Timer): Sie nehmen die Zeiten der Sportler. Die Zeitnehmer achten auch auf Stürze vor der Ziellinie. Es können zwei Zeitnehmer für den ersten Platz eingesetzt werden, wobei der Durchnittswert beider gemessener Zeiten das offizielle Ergebnis ist. SCHRIFTFÜHRER (Recorder): Er notiert nach jedem Rennen Plazierungen und Zeiten aller Fahrer. Die Sportler dürfen nach einem Rennen den Zielraum nicht verlassen, bis der Schriftführer Namen, Startnummern, Plazierungen und Zeiten notiert hat. BOTE (Runner): Er bringt Formulare von der Startlinie zur Ziellinie, zur Auswertung und zum Stadionsprecher. HELFER FÜR DIE AUSWERTUNG (Tabulator): Er wertet alle Ergebnisse aus, berechnet die Punkte und bereitet die Daten für die Siegerehrung auf. HELFER FÜR DIE BEKANNTGABE DER ERGEBNISSE (Results Poster): Er hängt die Niederschriften und Ergebnisse der Rennen öffentlich aus und markiert die Zeiten. STADIONSPRECHER (Announcer): Bedient die Lautsprecheranlage, gibt die Ergebnisse bekannt und ruft die Sportler für die nächsten Rennen auf. HELFER FÜR DEN SLALOMPARCOURS UND FÜR DAS LANGSAMFAHREN (Obstacle Course and Slow Race Operators): Sie führen diese beiden Wettbewerbe auf einem separaten Platz neben der Stadionbahn durch, indem sie die meisten der oben genannten Aufgaben verrichten. HELFER FÜR DIE WETTBEWERBE IM KUNSTFAHREN (Artistic Officials): WETTKAMPFLEITER KUNSTFAHREN (Artistic Director): Er ist der oberste Organisator und Verwalter bei den Wettbewerben im Kunstfahren. Seine Aufgabe beginnt bereits lange vor der eigentlichen Veranstaltung. Er muß die Ausrüstung für die Hallen (oder für die Fahrflächen) bereitstellen und die übrigen Helfer für die Wettbewerbe des Kunstfahrens bestellen. Zusammen mit dem Veranstalter bestimmt der Wettkampfleiter Kunstfahren alle organisatorischen Verfahrensweisen, Formulare und Methoden, die bei der Veranstaltung eingesetzt werden sollen. Zusammen mit dem Obmann (Chief Judge) ist er dafür verantwortlich, daß die Wettbewerbe nach Zeitplan ablaufen. Ferner ist er für alle Fragen zuständig, die nicht die Regeln und die Wertung betreffen. Der Wettkampfleiter Kunstfahren stellt die oberste Instanz bei den Wettbewerben des Kunstfahrens dar, außer in Fragen der Regeln und der Wertung. OBMANN (Chief Judge): Diese Aufgabe und die des Wettkampfleiter Kunstfahren (Artistic Director) können von derselben Person wahrgenommen werden, wenn diese die Wettbewerbe organisieren kann und außerdem im Bereich der Regeln für das Kunstfahren und in der Bewertung kompetent ist. Aus Gründen der Objektivität sollte der Obmann eine neutrale, erfahrene Person von außerhalb sein. Er muß die Aufgaben der Helfer und die gesamten Regeln für das Kunstfahren genau kennen. Der Obmann beaufsichtigt das Geschehen, bearbeitet Proteste und ist für alle Fragen zuständig, die die Regeln und die Wertung betreffen. Er sorgt dafür, daß alle Helfer für die Wettbewerbe im Kunstfahren eingewiesen und bereit sind und daß die Fahrflächen korrekt markiert sind. Der Obmann trägt ferner die Verantwortung für die Richtigkeit der Auswertung der Ergebnisse der Kampfrichter. ZEITNEHMER (Timer): Er bedient die Stoppuhr bei allen Fahrprogrammen und gibt akustische Signale zu den festgelegten Zeitpunkten. KAMPFRICHTER (Judge): Er bewertet die Fahrprogramme. Die verschiedenen Disziplinen erfordern von den Kampfrichtern die detaillierte Kenntnis verschiedener Regelwerke. Deshalb werden für die unterschiedlichen Disziplinen eventuell verschiedene Kampfrichter benötigt. Alle Kampfrichter müssen absolut neutral sein und die Regeln und Bewertungskriterien kennen. HELFER FÜR DIE AUSWERTUNG (Tabulator): Wertet die Wertungsbögen aus und erstellt Ergebnislisten und andere Formulare. BOTE (Runner): Er bringt Formulare und andere Dokumente von einem Ort zum anderen. HALLENSPRECHER (Announcer): Er bedient zusammen mit dem Diskjockey (DJ) die Lautsprecheranlage, ruft die Sportler für die nächsten Fahrprogramme auf und gibt die Ergebnisse bekannt. Während der Darbietungen kann er sich auch als Moderator betätigen. DISKJOCKEY (DJ): Er bedient die Lautsprecheranlage und spielt die Musik zu den Darbietungen ab. Ferner muß er die Musikkassetten der Sportler verwalten. KONTAKTPERSON FÜR DIE SPORTLER (Rider Liaison): Dieser Helfer weist die Sportler vor dem Wettbewerb ein, bestimmt die Startreihenfolge und versichert sich, daß die Musikkassetten der Sportler ausreichend beschriftet, richtig gespult und bereit sind. BÜHNENMANNSCHAFT (Stage Crew): Sie hilft den Sportlern beim Auf- und Abbau, sowie beim Aufräumen nach ihrem Fahrprogramm. HELFER FÜR DIE BEKANNTGABE DER ERGEBNISSE (Results Poster): Er hängt die Ergebnisse der Wettbewerbe im Kunstfahren öffentlich aus. International Unicycling Federation - Standard-Kunstfahren 7.0 ÜBUNGEN FÜR DAS STANDARD- KUNSTFAHREN (STANDARD SKILLS LIST) ALLGEMEINE BEMERKUNGEN ZUM STANDARD-KUNSTFAHREN: Nur die Übungen, die in nachfolgender Liste aufgeführt sind, dürfen für die Zusammenstellung eines Fahrprogramms benutzt werden. AUSFÜHRUNGSART: Wenn nicht in der Übungsbeschreibung anders angegeben, muß eine Übung im Sattel sitzend und mit beiden Füßen auf den Pedalen ausgeführt werden. KÖRPERHALTUNG: Der Sportler muß während der Ausführung einer Übung eine konstante, korrekte Körperhaltung zeigen. FAHRTRICHTUNG: Wenn nicht anders angegeben, müssen alle Übungen vorwärts, das heißt in Blickrichtung des Sportlers fahrend, gezeigt werden. FIGUR: Wenn nicht in der Übungsbeschreibung anders angegeben, muß eine Übung als Gerade (Line) ausgeführt werden. Ausnahmen sind Aufstiege (Mounts), Übungen auf der Stelle (Stationary Skills) und Übergänge (Transitions), die an jedem beliebigen Stelle der Fahrfläche ausgeführt werden dürfen. ÜBERGÄNGE (Transitions): Wenn nicht in der Übungsbeschreibung anders angegeben, beginnt und endet ein Übergang im Sattel sitzend und mit beiden Füßen auf den Pedalen. Ausnahmen sind uni spins, bei denen der Sportler zu Beginn der Übung den Sattel nach vorn halten darf. Vor und nach Übergängen, die auf dem Wertungsbogen als Übungen erscheinen, muß jeweils mindestens eine volle Radumdrehung in der Start- und Endposition gefahren werden. Ist die Start- oder Endposition eines Übergangs eine Übung auf der Stelle, muß diese Übung auf der Stelle komplett ausgeführt werden, gleichgültig, ob sie auf dem Wertungsbogen aufgeführt ist oder nicht. AUFSTIEGE (Mounts): Wenn nicht in der Übungsbeschreibung anders angegeben, endet ein Aufstieg im Sattel sitzend und mit beiden Füßen auf den Pedalen. Nach allen Aufstiegen, die auf dem Wertungsbogen als Übungen erscheinen, muß eine volle Radumdrehung in der Endposition gefahren werden. PENDELÜBUNGEN (Idling): Bei allen Pendelübungen müssen mindestens fünf fortlaufend ausgeführte Pendelzyklen (Vor- und Zurückbewegungen) gezeigt werden. EINBEIN-ÜBUNGEN (One Foot): Wenn nicht anders angegeben, muß bei Einbein-Übungen der nicht pedalierende Fuß so auf der Gabel abgestellt werden, daß kein Kontakt zwischen diesem Fuß und irgendeinem rotierenden Teil des Einrades besteht. ÜBUNGEN, BEI DENEN DER SATTEL FREI GEHALTEN WERDEN MUSS (Seat out Figures): Wenn nicht anders angegeben, darf bei Übungen, bei denen der Sattel frei gehalten werden muß, nur eine Hand des Sportlers den Sattel berühren. Diese Hand darf keinen Teil des Körpers berühren. WHEEL-WALK-ÜBUNGEN: Wenn nicht anders angegeben, dürfen die Füße bei Wheel-Walk-Übungen nur den Reifen, nicht aber die Pedale oder Kurbeln berühren. STILLSTÄNDE (Stillstand): Stillstände müssen mindestens drei Sekunden lang ausgeführt werden. SPRÜNGE (Hopping): Bei Sprungübungen, müssen mindestens fünf fortlaufend ausgeführte Sprünge gezeigt werden. DREHUNGEN (Spins) UND PIROUETTEN (Pirouettes): Bei allen Drehungen und Pirouette müssen mindestens drei volle Umdrehungen gezeigt werden. Drehungen müssen um einen festen Punkt, Pirouetten exakt auf der Stelle ausgeführt werden. COASTING: Wenn nicht anders angegeben, dürfen die Füße bei Coasting-Übungen keinen Kontakt zu irgendeinem rotierenden Teil des Einrades (Pedale, Kurbeln oder Reifen) haben. 7.1 ÜBUNGSTABELLE FÜR DAS STANDARD-KUNSTFAHREN ABKÜRZUNGEN IN DIESER LISTE: fwd = vorwärts (forward) ext = Bein ausgestreckt (extended) bwd = rückwärts (backward) frh = freihändig (freehanded) c = Kreis (circle) 1ft = einbeinig (one foot) 8 = Wechselrunde (figure eight) ww = Wheel-Walk (wheel walk) ÜBUNGEN IM FAHREN (Riding Skills) 1. a) riding 1.0 b) riding - c 1.2 c) riding - 8 1.4 2. a) riding bwd 3.0 b) riding bwd - c 3.4 c) riding bwd - 8 3.8 3. a) seat in front, seat against body 2.0 b) seat in front 2.3 c) seat in front - c 2.5 d) seat in front - 8 2.7 4. a) seat in front bwd, seat against body 3.5 b) seat in front bwd 3.7 c) seat in front bwd - c 3.9 d) seat in front bwd - 8 4.1 5. a) seat in back, seat against body 2.3 b) seat in back 2.5 c) seat in back - c 2.7 d) seat in back - 8 2.8 6. a) seat in back bwd, seat against body 3.5 b) seat in back bwd 3.9 c) seat in back bwd - c 4.2 d) seat in back bwd - 8 4.5 7. a) seat on side, seat against body 2.8 b) seat on side 3.0 c) seat on side - c 3.2 d) seat on side - 8 3.4 8. a) seat on side bwd, seat against body 3.8 b) seat on side bwd 4.1 c) seat on side bwd - c 4.3 d) seat on side bwd - 8 4.6 9. a) stomach on seat, 1 hand on seat 2.0 b) stomach on seat 2.1 c) stomach on seat - c 2.3 d) stomach on seat - 8 2.4 10. a) stomach on seat bwd 3.3 b) stomach on seat bwd - c 3.7 c) stomach on seat bwd - 8 4.1 11. a) chin on seat 3.6 b) chin on seat - c 3.8 c) chin on seat - 8 4.0 12. a) chin on seat bwd 4.0 b) chin on seat bwd - c 4.2 c) chin on seat bwd - 8 4.4 13. a) 1 foot 3.0 b) 1ft - c 3.2 c) 1ft - 8 3.5 d) 1ft ext 3.2 e) 1ft ext - c 3.4 f) 1ft ext - 8 3.7 g) 1ft crossed 3.4 h) 1ft crossed - c 3.6 i) 1ft crossed - 8 3.8 14. a) 1ft bwd 4.1 b) 1ft bwd - c 4.3 c) 1ft bwd - 8 4.5 d) 1ft ext bwd 4.3 e) 1ft ext bwd - c 4.5 f) 1ft ext bwd - 8 4.7 15. a) 1ft seat in front against body 3.8 b) 1ft seat in front 4.5 c) 1ft seat in front - c 4.7 d) 1ft seat in front - 8 5.0 e) 1ft ext, seat in front against body 4.0 f) 1ft ext, seat in front 4.8 g) 1ft ext, seat in front - c 5.0 h) 1ft ext, seat in front - 8 5.2 16. a) 1ft seat in front against body bwd 4.7 b) 1ft seat in front bwd 5.1 c) 1ft seat in front - c 5.3 d) 1ft seat in front - 8 5.5 17. a) seat on side, 1ft, seat against body 3.8 b) seat on side, 1ft 4.2 c) seat on side, 1ft - c 4.4 d) seat on side, 1ft - 8 4.6 18. a) seat on side, 1ft bwd, seat against body 4.4 b) seat on side, 1ft bwd 4.8 c) seat on side, 1ft bwd - c 5.0 d) seat on side, 1ft bwd - 8 5.2 19. a) wheel walk 3.5 b) ww - c 3.7 c) ww - 8 3.9 20. a) ww bwd 4.2 b) ww bwd - c 4.4 c) ww bwd - 8 4.6 21. a) ww frame between feet 3.6 b) ww frame between feet - c 3.8 c) ww frame between feet - 8 4.1 22. a) ww frame between feet bwd 4.3 b) ww frame between feet bwd - c 4.5 c) ww frame between feet bwd - 8 4.8 23. a) ww bwd, feet behind frame 4.8 b) ww bwd, feet behind frame - c 5.0 c) ww bwd, feet behind frame - 8 5.4 24. a) spoke walk bwd, feet behind frame 4.8 b) spoke walk bwd, feet behind frame - c 5.0 c) spoke walk bwd, feet behind frame - 8 5.4 25. a) ww 1ft 3.7 b) ww 1ft - c 3.9 c) ww 1ft - 8 4.2 d) ww 1ft ext 3.9 e) ww 1ft ext - c 4.1 f) ww 1ft ext - 8 4.4 26. a) ww bwd 1ft 4.6 b) ww bwd 1ft - c 4.8 c) ww bwd 1ft - 8 5.1 d) ww bwd 1ft ext 4.9 e) ww bwd 1ft ext - c 5.1 f) ww bwd 1ft ext - 8 5.4 27. a) ww bwd 1ft behind frame 5.0 b) ww bwd 1ft behind frame - c 5.2 c) ww bwd 1ft behind frame - 8 5.5 28. a) gliding 4.0 b) gliding - c 4.2 c) gliding - 8 4.6 d) gliding, leg ext 4.2 e) gliding, leg ext - c 4.4 f) gliding, leg ext - 8 4.8 29. a) gliding bwd foot behind frame 5.5 b) gliding bwd foot behind frame - c 5.9 c) gliding bwd foot behind frame - 8 6.3 30. a) hand wheel walk 4.0 b) hand ww feet out 3.9 31. a) one hand ww 4.4 b) one hand ww feet out 4.3 32. a) hand ww, stomach on seat 3.7 33. a) one hand ww, stomach on seat 3.9 34. a) drag seat in front 3.9 b) drag seat in front - c 4.1 c) drag seat in front - 8 4.3 35. a) drag seat in back 4.0 b) drag seat in back - c 4.2 c) drag seat in back - 8 4.4 36. a) side ride 5.0 b) side ride - c 5.2 c) side ride - 8 5.6 d) side ride, one hand 5.4 e) side ride, one hand - c 5.6 f) side ride, one hand - 8 5.9 37. a) coasting 5.4 b) coasting - c 5.7 c) coasting - 8 6.2 38. a) coasting, foot in 5.5 b) coasting, foot in - c 5.9 c) coasting, foot in - 8 6.4 39. a) coasting backward 6.3 b) coasting backward - c 6.5 c) coasting backward - 8 6.8 40. a) coasting backward, foot in 6.5 b) coasting backward, foot in - c 6.8 c) coasting backward, foot in - 8 7.1 41. a) sideways ww 5.0 b) sideways ww - c 5.2 c) sideways ww - 8 5.4 42. a) sideways ww, 1ft 5.2 b) sideways ww, 1ft - c 5.4 c) sideways ww, 1ft - 8 5.8 d) sideways ww, 1ft on seat 5.4 ÜBUNGEN AUF DER STELLE (Stationary Skills) 100. a) idling 2.2 b) idling 1ft 2.4 c) idling 1ft ext 2.5 d) idling 1ft crossed 2.5 101. a) stillstand 3.8 102. a) twisting 3.0 103. a) touch the floor 2.5 104. a) touch the floor, seat in front 3.2 105. a) hopping 2.5 b) hopping frh 2.8 106. a) hoptwist 90 2.7 b) hoptwist 180 2.9 c) hoptwist 360 4.0 d) hoptwist freehand 90 3.0 e) hoptwist frh 180 3.3 f) hoptwist frh 360 4.5 107. a) hopping on wheel 3.0 108. a) hoptwist on wheel 90 3.3 b) hoptwist on wheel 180 3.6 109. a) hopping on wheel frh 4.2 110. a) hoptwist on wheel frh 90 4.5 b) hoptwist on wheel frh 180 4.8 111. a) spin 3.5 b) pirouette 4.0 112. a) backward spin 4.1 b) backward pirouette 4.5 113. a) bounce seat 3.4 114. a) touch seat on floor 3.8 115. a) spin seat in front 3.9 b) pirouette seat in front 4.4 116. a) spin seat in back 4.1 b) pirouette seat in back 4.5 117. a) spin seat on side 4.0 ÜBERGÄNGE (Transitions) 150. a) riding to seat in front 1.5 151. a) seat in front to riding 1.7 152. a) riding to seat in back 1.6 153. a) seat in back to riding 1.9 154. a) leg around 3.4 b) leg around twice 4.2 155. a) leg around reverse 3.5 b) leg around twice reverse 4.4 156. a) backspin 2.7 157. a) riding spin 3.3 158. a) front spin 3.3 159. a) bwd riding spin 3.7 160. a) pick up seat in front 4.0 b) pick up seat in back 4.3 161. a) pick up seat in back with foot 4.1 162. a) pedals to hopping on wheel 3.0 b) pedals 270 to hopping on wheel 4.3 c) pedals 450 to hopping on wheel 6.0 d) pedals to sideways ww 3.4 e) pedals 270 to sideways ww 4.7 f) pedals 450 to sideways ww 6.0 163. a) hopping on wheel to pedals 3.0 b) hopping on wheel 270 to pedals 4.2 c) sideways ww to pedals 3.3 d) sideways ww 270 to pedals 4.5 164. a) pedals to hopping on wheel frh 3.6 165. a) hopping on wheel frh to pedals 3.6 166. a) seat in front to side ride 5.1 167. a) side ride to seat in front 5.3 168. a) side ride to hopping on wheel 5.5 b) side ride to sideways ww 5.8 169. a) 180 uni spin 4.6 b) 360 uni spin 5.3 c) 180 uni spin to idling 1ft 4.8 d) 360 uni spin to idling on foot 5.5 170. a) 180 uni spin to ww 5.1 b) 360 uni spin to ww 5.8 c) 180 uni spin to ww 1ft 5.3 d) 360 uni spin to ww 1ft 6.0 171. a) 180 uni spin to hopping on whl frh 5.5 b) 360 uni spin to hopping on whl frh 6.2 172. a) 180 uni spin on wheel 4.4 b) 360 uni spin on wheel 5.1 AUFSTIEGE (Mounts) 200. a) mount 1.3 201. a) back mount 1.9 202. a) side mount 1.8 b) side mount leg around 3.4 203. a) side mount reverse 1.8 b) side mount reverse leg around 3.4 204. a) jump mount 2.2 b) free jump mount 2.7 c) jump mount to ww 2.5 d) 180 uni spin jump mount 2.6 e) 360 uni spin jump mount 2.7 f) turn around jump mount 3.0 205. a) side jump mount 2.5 b) free side jump mount 3.0 206. a) spin mount 360 2.4 b) spin mount 720 3.4 207. a) kick up mount 3.0 b) kick up mount to ww 3.2 c) kick up to hopping on wheel frh 3.9 208. a) pick up mount 3.2 209. a) swing up mount 3.4 7.2 ERLÄUTERUNGEN ZU DEN ÜBUNGEN FÜR DAS STANDARD KUNSTFAHREN Die richtige Ausführung der Übungen ist in den nachfolgenden Erläuterungen beschrieben. Die jeweilige Erläuterung bezieht sich nach ihrer Nummer auf die entsprechende Übungsgruppe in der Übungstabelle. Die Zeichnungen sollen die Beschreibungen ergänzen, maßgeblich sind jedoch in jedem Fall die textlichen Erläuterungen. NR. BEZEICHNUNG BESCHREIBUNG ÜBUNGEN IM FAHREN (Riding Skills) 1. riding Fahren (im Sattel sitzend, Blickrichtung nach vorn). 2. riding bwd Rückwärts fahren. 3. seat in front Fahren mit dem Sattel nach vorn gehalten. In a) darf der Sattel oder die haltende Hand am Sattel am Körper ruhen. 4. seat in front bwd Rückwärts fahren mit dem Sattel nach vorn gehalten. In a) darf der Sattel oder die haltende Hand am Sattel am Körper ruhen. 5. seat in back Fahren mit dem Sattel nach hinten gehalten. In a) darf der Sattel oder die haltende Hand am Sattel am Körper ruhen. 6. seat in back bwd Rückwärts fahren mit dem Sattel nach hinten gehalten. In a) darf der Sattel oder die haltende Hand am Sattel am Körper ruhen. 7. seat on side Fahren mit dem Sattel an der Seite gehalten. In a) darf der Sattel oder die haltende Hand am Sattel am Körper ruhen. 8. seat on side bwd Rückwärts fahren mit dem Sattel an der Seite gehalten. In a) darf der Sattel oder die haltende Hand am Sattel am Körper ruhen. 9. stomach on seat Freihändiges Fahren mit dem Bauch auf dem Sattel. In a) hält eine Hand den Sattel. 10. stomach on seat bwd Freihändiges Rückwärtsfahren mit dem Bauch auf dem Sattel. In a) hält eine Hand den Sattel. 11. chin on seat Freihändiges Fahren mit keinem Teil des Körpers außer dem Kinn am Sattel. 12. chin on seat bwd Freihändiges Rückwärtsfahren mit keinem Teil des Körpers außer dem Kinn am Sattel. 13. 1ft Fahren mit nur einem pedalierenden Fuß. In d), e) und f) ist das freie Bein gestreckt, in g), h) und i) wird es über das pedalierende Bein gekreuzt. 14. 1ft bwd Rückwärts fahren mit nur einem pedalierenden Fuß. In d), e) und f) ist das freie Bein gestreckt. 15. 1ft seat in front Fahren mit nur einem pedalierenden Fuß und mit dem Sattel nach vorn gehalten. In a) und e) darf der Sattel oder die haltende Hand am Sattel am Körper ruhen. In e), f), g) und h) ist das freie Bein gestreckt. 16. 1ft seat in front bwd Rückwärts fahren mit nur einem pedalierenden Fuß und mit dem Sattel nach vorn gehalten. In a) und e) darf der Sattel oder die haltende Hand am Sattel am Körper ruhen. 17. seat on side, 1ft Fahren mit nur einem pedalierenden Fuß und mit dem Sattel an der Seite gehalten. In a) darf der Sattel oder die haltende Hand am Sattel am Körper ruhen. 18. seat on side, 1ft bwd Rückwärts fahren mit nur einem pedalierenden Fuß und mit dem Sattel an der Seite gehalten. In a) darf der Sattel oder die haltende Hand am Sattel am Körper ruhen. 19. wheel walk Antreiben des Rades mit den Füßen vor der Gabel auf dem Rad. 20. ww bwd Rückwärts fahren, indem das Rad mit den Füßen vor der Gabel auf dem Rad angetrieben wird. 21. ww frame between feet Vorwärts fahren, indem das Rad mit einem Fuß vor und dem anderen hinter der Gabel auf dem Rad angetrieben wird. 22. ww frame between feet bwd Rückwärts fahren, indem das Rad mit einem Fuß vor und dem anderen hinter der Gabel auf dem Rad angetrieben wird. 23. ww bwd, feet behind frame Rückwärts fahren, indem das Rad mit den Füßen hinter der Gabel auf dem Rad angetrieben wird. 24. spoke walk bwd, feet behind frame Rückwärts fahren, indem das Rad mit dem Füßen hinter der Gabel auf beiden Seiten des Rades angetrieben wird. Die Füße dürfen Speichen, Felge und Reifen berühren. 25. ww 1ft Wheel walk mit nur einem Fuß vor der Gabel auf dem Rad. In d), e) und f) ist das freie Bein ausgestreckt. 26. ww bwd 1ft Wheel walk rückwärts mit einem Fuß vor der Gabel auf dem Rad. In d), e) und f) ist das freie Bein ausgestreckt. 27. ww bwd 1ft behind frame Wheel walk rückwärts mit einem Fuß hinter der Gabel auf dem Rad. 28. gliding Fahren mit einem Fuß auf dem Rad und dem anderen Fuß an der Gabel, wobei das Gleichgewicht ausschließlich durch das Abbremsen des Rades mit dem Fuß auf dem Rad hergestellt wird. In d), e) und f) ist das freie Bein ausgestreckt. 29. gliding bwd foot behind frame Rückwärts fahren mit einem Fuß hinter der Gabel auf dem Rad und dem anderen Fuß an der Gabel, wobei das Gleichgewicht ausschließlich durch das Abbremsen des Rades mit dem Fuß auf dem Rad hergestellt wird. 30. hand wheel walk Fahren mit beiden Füßen an der Gabel, während das Einrad mit den Händen am Rad angetrieben wird. In b) sind beide Beine ausgestreckt. 31. one hand wheel walk Hand wheel walk mit einer Hand am Rad. In b) sind beide Beine ausgestreckt. 32. hand ww, stomach on seat Hand wheel walk mit dem Bauch auf dem Sattel und mit ausgestreckten Beinen. 33. one hand ww stomach on seat One hand wheel walk mit dem Bauch auf dem Sattel und mit ausgestreckten Beinen. 34. drag seat in front Fahren, während der Sattel vor dem Rad auf dem Boden geschoben wird. 35. drag seat in back Fahren, während der Sattel hinter dem Rad auf dem Boden gezogen wird. 36. side ride Einbeiniges fahren mit dem Einrad neben dem Körper und mit beiden Händen am Sattel, während der rechte Fuß auf dem linken Pedal pedaliert oder umgekehrt. In d), e) und f) darf der Sattel nur mit einer Hand gehalten werden. 37. coasting Vorwärts rollen, während ein Fuß an der Gabel ruht und ein Bein gestreckt ist. 38. coasting, foot in Vorwärts rollen mit beiden Füßen an der Gabel. 39. coasting bwd Rückwärts rollen, während ein Fuß an der Gabel ruht und ein Bein gestreckt ist. 40. coasting bwd, foot in Rückwärts rollen mit beiden Füßen an der Gabel. 41. sideways wheel walk Seitwärts fahren, wobei der Sportler mit einem Fuß vor und einem hinter der Gabel auf dem Rad steht und den Sattel mit beiden Händen hält. 42. sideways wheel walk 1ft Seitwärts fahren, wobei der Sportler mit einem Fuß vor der Gabel auf dem Rad steht, das andere Bein ausstreckt und den Sattel mit beiden Händen hält. In d) ruht das freie Bein auf dem Sattel. ÜBUNGEN AUF DER STELLE (Stationary Skills) 100. idling Das Rad auf der Stelle vor und zurück bewegen, wobei eine senkrechte Kurbelstellung das Zentrum der Pendelbewegung bildet. In b) pedaliert nur ein Fuß. In c) ist das freie Bein ausgestreckt. In d) wird das freie Bein über das pedalierende gekreuzt. 101. stillstand Ohne Radbewegung auf der Stelle stehen. 102. twisting Auf der Stelle stehen und das Einrad um eine vertikale Achse hin- und herdrehen. 103. touch the floor Hinunterbeugen und den Boden berühren. 104. touch the floor, seat in front Hinunterbeugen und den Boden berühren, während eine Hand den Sattel frei nach vorn hält. 105. hopping Mit dem Einrad springen, während eine Hand den Sattel hält. In b) wird die Übung freihändig ausgeführt. 106. hoptwist Mit dem Einrad in einem Sprung eine Drehung um a) 90 , b) 180 und c) 360 um eine vertikale Achse ausführen. In d), e) und f) wird die Übung freihändig ausgeführt. 107. hopping on wheel Springen, während der Sportler mit den Füßen auf beiden Seiten neben der Gabel auf dem Rad steht und den Sattel mit beiden Händen hält. 108. hoptwist on wheel Auf dem Rad stehend, mit dem Einrad in einem Sprung eine Drehung um a) 90 und b) 180 um eine vertikale Achse ausführen. 109. hopping on wheel frh Freihändig springen, während der Sportler mit den Füßen auf beiden Seiten neben der Gabel auf dem Rad steht. 110. hoptwist on wheel frh Freihändig auf dem Rad stehend, mit dem Einrad in einem Sprung freihändig eine Drehung um a) 90 und b) 180 um eine vertikale Achse ausführen. 111. a) spin Kleine Kreise fahren, während der Oberkörper die vertikale Drehachse b) pirouette bildet. Drehung auf dem Punkt um eine vertikale Achse. Die Übung wird vorwärts angefahren. 112. a) bwd spin Kleine Kreise rückwärts fahren, während der Oberkörper die vertikale b) bwd pirouette Drehachse bildet. Drehung auf dem Punkt um eine vertikale Achse. Die Übung wird rückwärts angefahren. 113. bounce seat Aus dem Fahren mit dem Sattel nach vorn den Sattel zu Boden prellen und wieder fangen. 114. touch seat on floor Hinunterbeugen und den Sattel mit einer Hand zu Boden führen und zurück. 115. a) spin seat in front Kleine Kreise fahren, während der Sattel frei nach vorn gehalten wird und b) pirouette seat in back der Oberkörper die vertikale Drehachse bildet. Drehung auf dem Punkt um eine vertikale Achse, während der Sattel frei nach vorn gehalten wird. 116. a) spin seat in back Kleine Kreise fahren, während der Sattel frei nach hinten gehalten wird b) pirouette seat in back und der Oberkörper die vertikale Drehachse bildet. Drehung auf dem Punkt um eine vertikale Achse, während der Sattel frei nach hinten gehalten wird. 117. spin seat on side Kleine Kreise fahren, während der Sattel frei an der Seite gehalten wird und der Oberkörper die vertikale Drehachse bildet. ÜBERGÄNGE (Transitions) 150. riding to seat in front Aus riding den Sattel nach vorn herausziehen zu seat in front. 151. seat in front to riding Aus seat in front zurück zu riding. 152. riding to seat in back Aus riding den Sattel nach hinten herausziehen zu seat in back. 153. seat in back to riding Aus seat in back zurück zu riding. 154. a) leg around Aus seat in front ein Bein um den Sattel schwingen zu seat in back oder b) leg around twice riding. In b) muß das Bein eine volle Drehung um den Sattel beschreiben, bevor es zurück auf das Pedal gestellt wird. 155. a) leg around reverse Aus seat in back ein Bein um den Sattel schwingen zu seat in front oder b) leg around twice reverse riding. In b) muß das Bein eine volle Drehung um den Sattel beschreiben, bevor es zurück auf das Pedal gestellt wird. 156. backspin Vorwärts fahren, drehen um 180 um eine vertikale Achse zu riding bwd in derselben Richtung. 157. riding spin Vorwärts fahren, drehen um 360 um eine vertikale Achse zu riding in derselben Richtung 158. front spin Rückwärts fahren, drehen um 180 um eine vertikale Achse zu riding in derselben Richtung. 159. bwd riding spin Rückwärts fahren, drehen um 360 um eine vertikale Achse zu riding bwd in derselben Richtung. 160. a) pick up seat in front Aus drag seat in front hinunterbeugen und die Gabel in eine aufrechte b) pick up seat in back Position zu seat in front bringen. In b) erfolgt der Übergang aus drag seat in back zu seat in back. 161. pick up seat in back with foot Aus drag seat in back die Gabel durch Anheben mit der Ferse in eine Aufrechte Position zu seat in back bringen. 162. a) pedals to hopping on wheel Aus seat in front auf das Rad springen zu hopping on wheel. In b) wird das b) pedals 270 to hop on wheel Einrad während des Sprunges um 270 , in c) um 450 um eine vertikale c) pedals 450 to hop on wheel Achse gedreht, bevor die Füße auf das Rad berühren. In d) ist ein Sprung d) pedals to sideways ww aus seat in front auf das Rad zu sideways wheel walk zu zeigen. In e) und e) pedals 270 to sideways ww f) wird das Einrad während des Sprunges um 270 bzw. um 450 um eine f) pedals 450 to sideways ww vertikale Achse gedreht, bevor die Füße auf das Rad gestellt werden. 163. a) hopping on wheel to pedals Aus hopping on wheel zu seat in front oder riding springen. In b) wird das b) hopping on wheel 270 to pedals Einrad während des Sprunges um 270 um eine vertikale Achse gedreht, c) sideways ww to pedals bevor die Füße die Pedale berühren. In c) ist ein Sprung aus sideways d) sideways ww 270 to pedals wheel walk zu seat in front oder riding zu zeigen. In d) wird das Einrad um 270 um eine vertikale Achse gedreht, bevor die Füße die Pedale berühren. 164. pedals to hopping on wheel frh Aus riding einen Fuß vor und den anderen hinter der Gabel auf das Rad stellen und zu hopping on wheel freehanded aufstehen. 165. hopping on wheel frh to pedals Aus hopping on wheel freehanded zu riding springen. 166. seat in front to side ride Aus seat in front zu side ride springen. 167. side ride to seat in front Aus side ride zu seat in front springen. 168. a) side ride to hopping on wheel Aus side ride zu a) hopping on wheel oder b) sideways wheel walk b) side ride to sideways ww springen. 169. uni spin Abspringen vom Einrad, das Einrad um a), c) 180 oder b), d) 360 um uni spin to idling 1ft eine vertikale Achse drehen und wieder auf dem Einrad landen. In b) und d) landet der Sportler in idling 1ft. 170. uni spin to ww Abspringen vom Einrad, das Einrad um a), c) 180 oder b), d) 360 um uni spin to ww 1ft eine vertikale Achse drehen und in wheel walk landen. In c) und d) landet der Sportler in wheel walk one foot. 171. uni spin to hopping on wheel frh Abspringen von Einrad, das Einrad um a) 180 der b) 360 um eine vertikale Achse drehen und in hopping on wheel freehanded landen. 172. uni spin on wheel Aus hopping on wheel vom Einrad abspringen, das Einrad um a) 180 oder b) 360 um eine vertikale Achse drehen und in hopping on whee